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„Aids ist auch nicht mehr das, was es einmal war!“



Goslar

„Aids ist auch nicht mehr das, was es einmal war!“


Symbolfoto: Sina Rühland
Symbolfoto: Sina Rühland Foto: Sina Rühland

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Goslar. Zum Vortrag von Dr.med. Helmut Jablonowski über aktuelle medizinische Aspekte von HIV & Aids, lädt die Aids-Hilfe Goslar e.V. am 28. Juni um 19 Uhr in die Vereinsräume in der Kniggenstraße 4 ein. Der heutige Abend sich den aktuellen Aspekten der HIV-Erkrankung: Die vergangenen Jahre haben viele Verbesserungen für Patienten gebracht, die sich mit dem HI-Virus angesteckt haben. Besonders die Innovationen im medizinischen Bereich haben dafür gesorgt, das HIV-Positive viel Lebensqualität zurückgewinnen konnten und ihr Alltag nicht mehr so stark durch Nebenwirkungen der entsprechenden HIV-Medikamente eingeschränkt wird.

Der größte Fortschritt liegt sicherlich darin, dass eine HIV-Infektion kein Todesurteil mehr bedeutet. Längst ist HIV eine chronisch verlaufende Infektion und der Ausbruch von AIDS kann in den allermeisten Fällen erfolgreich verhindert werden. Was bedeutet das für den Umgang mit HIV+AIDS im Jahre 2016? Die Kehrseite der Medaille ist vor allem der unvorsichtige, bisweilen sogar gleichgültige Umgang mit der Gefahr, sich bei unzureichendem Schutz anzustecken – genügt doch heute schon die Einnahme einer einzigen Tablette pro Tag, falls man sich angesteckt hat.


Leider wird dabei vergessen, dass nicht nur soziale Aspekte, wie Vorurteile im Familien- und Freundeskreis oder Ausgrenzung im Berufsleben eine negative „Begleiterscheinung“ sein können.
Der Arzt & Privatdozent Dr. Helmut Jablonowski wird sich in seinem Vortrag besonders den medizinischen Gesichtspunkten der HIV-Infektion widmen. Infektionsrisiko, HIV-Test, Therapie
- der Abend gibt Aufschluss über den aktuellen medizinischen Stand.


Aus dem Vortrag am 28. Juni lassen sich vielerlei Schlüsse ziehen: Wie sieht HIV-Prävention im Jahr 2016 (und darüber hin) aus – mit dem besonderen Blickwinkel auf Kinder & Jugendliche und nicht zu vergessen auf die Gruppe der Asylbewerber, in deren Herkunftsländern das Thema oft nur tabuisiert wird? Wie sieht ein wirkungsvoller Schutz vor Ansteckung aus und welche Möglichkeiten bestehen, wenn es zu einer potentiellen Infektion gekommen ist? Welche Möglichkeiten zum Schutz vor HIV beim Geschlechtsverkehr gibt es neben der „klassischen“ Verwendung von Kondomen noch?

Ein „Update“ zum Thema HIV & AIDS



Im Anschluss an den Vortrag werden von Dr. Jablonowski und die Mitarbeitern der Aidshilfe Fragen zum Thema beantworten und eine kleine Diskussionsrunde lädt dazu ein, sich zu beteiligen: „Welches Bild von der HI-Infektion im Jahr 2016 hat ein sog. Normalbürger``, der in seinem bisherigen Leben noch keinen Kontakt mit der Erkrankung bzw. HIV-Positiven hatte?“
Diese Frage zeigt, dass die Veranstaltung am 28.06. nicht nur für Menschen mit sozialen/ pflegerischen oder medizinischen Kenntnissen wichtig ist, die sich in ihrer Ausbildung bzw. ihrem Berufsalltag mit HIV auseinandersetzen müssen.


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