'Aktenzeichen XY... ungelöst' berichtet über Prostituiertenmord


Bislang hat die Polizei im Fall des Mordes an eine Prostituierten aus Vorsfelde unter anderem mit einen Phantombild nach einem wichtigen zeugen gefahndet. Fotos: aktuell24(BM)/Polizei Wolfsburg
Bislang hat die Polizei im Fall des Mordes an eine Prostituierten aus Vorsfelde unter anderem mit einen Phantombild nach einem wichtigen zeugen gefahndet. Fotos: aktuell24(BM)/Polizei Wolfsburg

Wolfsburg. Am morgigen Mittwoch ist der Fall der im Wolfsburger Stadtteil Vorsfelde ermordeten Prostituierten Thema in der ZDF-Sendung 'Aktenzeichen XY... ungelöst'. Kriminalhauptkommissarin Helena Karwath als Leiterin der Mordkommission wird im Studio den Fall vorstellen. Beginn der Sendung ist um 20.15 Uhr.


Die 33 Jahre alte Liebesdame Romery Altagracia Reyes Rodriguez war am 11. November 2016 in einem kleinen Bordell in der Straße Am Bahnhof in Vorsfelde getötet worden. Die Polizei lobt in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Braunschweig für Hinweise, die zur Ermittlung und Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro aus.

Die 33-Jährige, die aus der Dominikanischen Republik stammt, war an diesem Freitagnachmittag in der als "Sandy's Freizeittreff" bekannten Bordellwohnung schwer verletzt und gefesselt aufgefunden worden. Sie erlag noch am Tatort den Verletzungen. Karwath erläutert: "Die Mordkommission geht bisher rund 300 Spuren nach. Wir gehen davon aus, dass sich der Täter am 11. November für einen längeren Zeitraum im Gebäude aufgehalten haben muss." In der Vergangenheit war die spanisch sprechende Getötete in unterschiedlichen Städten Deutschlands als Prostituierte tätig und wechselte ihren Arbeitsort grundsätzlich nach einer Woche. Sie hielt sich seit dem Sonntag zuvor, dem 06. November, in Vorsfelde auf. Vorwiegend inserierte die Liebesdame im Internetportal www.ladies.de unter den Arbeitsnamen Monika, Lorena, Lucia und Natascha.

Jeder Hinweis kann helfen


Die Polizei Wolfsburg wendet sich nun mit konkreten Fragestellungen an die Öffentlichkeit und bittet um Mithilfe. Die Ermittler betonen, dass - auch unabhängig von den gestellten Fragen - jede Information für die Aufklärung der Tat von Bedeutung sein kann. Die Polizei erhofft sich insbesondere von Kolleginnen des Opfers, aber auch von Freiern, entsprechende Hinweise, die den Arbeitsalltag und die Routinen des Opfers an sich und in dem Bordell beschreiben.

Mit einem Phantombild sucht die Polizei einen wichtigen Zeugen, der am Tatnachmittag aus dem Hauseingang in der Straße Am Bahnhof kam. Zeugen hatten den Gesuchten gesehen, worauf ein Zeichner des Landeskriminalamtes Niedersachsen aus Hannover ein Bild anfertigen konnte. Der wichtige Zeuge ist 28 bis 32 Jahre, etwa 190 bis 193 cm groß und von der Statur schlank. Bekleidet war der Gesuchte mit einem schwarzen Kapuzenpullover.

Besonders interessieren sich die Ermittler auch für den Anschlussnutzer der Mobilnummer 0152-07878111 oder Personen, denen diese Rufnummer bekannt ist. Erkenntnisse belegen, dass mit dieser Nummer mehrfach zwischen dem 6. und 11. November das spätere Opfer angerufen wurde. Der angebliche Handybesitzer existiert nicht, daher erhoffen sich die Beamten auch Hinweise zu der inzwischen gesperrten Rufnummer.

Hinweise bitte an die Polizei Wolfsburg unter Telefon 05361-4646-140. Zudem bieten Polizei Wolfsburg und Staatsanwaltschaft Braunschweig auch die Möglichkeit an, unter www.bkms-system.net/moko-bahnhof mit den Ermittlern anonym direkt in Kontakt zu treten.


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