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Aktionen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen geplant



Wolfsburg

Aktionen am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen geplant


Wolfsburger Geschäftsleute beteiligen sich an geplanten Aktionen. Foto: Stadt Wolfsburg
Wolfsburger Geschäftsleute beteiligen sich an geplanten Aktionen. Foto: Stadt Wolfsburg Foto: Stadt Wolfsburg

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Wolfsburg. Der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“, auf den jährlich in Wolfsburg mit Hilfe von verschiedenen Aktionen aufmerksam gemacht wird, findet am Samstag, 25. November, statt. In diesem Jahr hat sich ein großer Teil der Wolfsburger Geschäftsleute solidarisch erklärt und wird dies durch Aushang von Plakaten dokumentieren, so die Stadt Wolfsburg.



„Schon bei der Projektvorstellung wurde klar, dass ein großes Interesse der Geschäftsleute an der Aktion vorhanden ist. Wir sind sehr erfreut darüber, dass wir ohne viele Worte zahlreiche Geschäfte für die Aktion gewinnen konnten“, freut sich Beate Ebeling, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Wolfsburg. Heide Kruse vom Wolfsburger Frauenhaus und Daniela Cevic vom Dialog e.V. ergänzen: „Auch wir freuen uns, dass das Thema durch diese Aktion einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Partnerschaftliche Gewalt finden wir in allen gesellschaftlichen Schichten und wir sollten davor nicht die Augen verschließen.“ Die reinen Zahlen verdeutlichen dies: Rund 300 Beratungen werden jährlich von den in Wolfsburg ansässigen Beratungsstellen durchgeführt und auch das Frauenhaus kommt häufig an seine Kapazitätsgrenzen.

Gewalt in der Partnerschaft und in der Ehe ist in Deutschland ein großes, grundsätzlich aber auch eher leises Thema. Wer betroffen ist, sucht häufig erst spät angemessene Hilfe auf. Und wer davon hört, aus Familie, Freundes- oder Bekanntenkreis, als Nachbar oder aus dem Mitarbeiterkreis, reagiert häufig hilflos. Matthias Lange, Inhaber von WKS, verdeutlicht: „Wegschauen geht nicht. Wir dürfen Gewalt nicht akzeptieren und müssen uns stets und vehement für die Opfer einsetzen. Hinsichtlich der entsprechenden Beratungsstellen sind wir in Wolfsburg sehr gut aufgestellt – und man sollte keine Scheu haben, sich Hilfe zu suchen.“ Eine große Wolfsburger Bäckerei wird auch in diesem Jahr die Aktion zusätzlich mit Brötchentüten unterstützen, die den Aufdruck tragen: „Gewalt kommt nicht in die Tüte“.


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