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Altlast Florentz: Es werden noch mehr Gift-Fässer vermutet


Der Fässerfund Ende Juni 2017 war kein Einzelfall. Im Zuge von Erkundungsmaßnahmen stießen die Gutachter auf weitere Fässer. Insgesamt wurden so etliche Fässer mit schadstoffhaltigem Inhalt gefunden. Foto: Landkreis Goslar
Der Fässerfund Ende Juni 2017 war kein Einzelfall. Im Zuge von Erkundungsmaßnahmen stießen die Gutachter auf weitere Fässer. Insgesamt wurden so etliche Fässer mit schadstoffhaltigem Inhalt gefunden. Foto: Landkreis Goslar Foto: Landkreis Goslar

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15.02.2018

Goslar. Der Ausschuss für Bauen und Umwelt (ABU) hat sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Sachstandsbericht zur Altlast Florentz befasst, so teilte der Landkreis mit.



Neben der Vorstellung der aktuellsten Monitoring-Ergebnisse und der geplanten Tiefenbohrung auf die Verbindungsstrecke zwischen Morgenstern und Fortuna, stand vor allem der Umgang mit den Fassfunden im Randbereich der Deponie im Fokus des Interesses.

Das jüngst in Auftrag gegebene Gutachten zur historischen Erkundung des Deponiegeländes, kommt zu dem erwarteten Ergebnis, dass im Bereich der bisherigen Fundorte mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weitere Fässer lagern. Darüber hinaus bestätigt der Gutachter die Vermutung, dass sich im ehemaligen Eisenerz-Tage- und Tiefbau ebenfalls ein Fasslager befindet. Zwischen dem Randbereich der Deponie und besagten Tage- und Tiefbau werden wiederum keine weiteren Fasslagerplätze erwartet.

Michael Riesen, Leiter der Projektgruppe Morgenstern, erklärte den Ausschussmitgliedern, dass es nun von den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie abhänge, wie mit den verbliebenen Fässern verfahren werden soll. Neben der vollständigen Bergung der Fässer, was für den Bereich im Eisenerzbergbau sicherlich mit hohen Kosten verbunden wäre, könnte auch ein teilweiser Rückbau der Fässer eine mögliche Option darstellen.

Vom Ausgang der Machbarkeitsstudie wird auch abhängen, wie der Bau der Oberflächenabdichtung voranschreiten kann. Mit belastbaren Ergebnissen rechnet die Verwaltung Anfang des zweiten Quartals dieses Jahres. Diese sollen dann selbstverständlich auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden.


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