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Ostermarsch zum Fliegerhorst - Friedensbewegung demonstriert für Abrüstung

Die Linke in Goslar bezeichnet den Fliegerhorst als "gelungenes Beispiel der Konversion von militärischer zu friedlicher Nutzung."

Auf dem Gelände der einstigen Bundeswehrkaserne in Goslar entsteht nun ein Wohngebiet. Foto: Marvin König

30.03.2021, 19:59

Goslar. Unter den bekannten Corona-Auflagen will der Ortsverband der Partei "Die Linke" in Goslar am kommenden Samstag ihren Ostermarsch unter dem Motto "Abrüsten statt Aufrüsten" durchführen. Der diesjährige Ostermarsch führt zum Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne Fliegerhorst, den die Linke in einer Pressemitteilung als "gelungenes Beispiel für die Konversion von militärischer zu friedlicher Nutzung" bezeichnet. Treffpunkt sei am Samstag um 11 Uhr vor der St. Benno-Kirche in der Marienburger Straße.


Seit mehr als 50 Jahren demonstriert die Friedensbewegung zu Ostern bundesweit für Frieden und Abrüstung. Die Corona-Krise kostet den Staat Milliarden und wirke laut der Linken als "Brandbeschleuniger in aktuellen Konflikten und gesellschaftlichen Gewaltverhältnissen". Die Kosten dieser Krise dürfe man jedoch nicht durch Einsparungen im sozialen und kulturellen Bereich begleichen. "Statt Senkung der Rüstungsausgaben hat die Bundesregierung zudem den Rüstungshaushalt um weitere 50 Milliarden Euro erhöht. Diese Aufrüstung dient jedoch nicht unserer Sicherheit, sondern bedroht den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verschärft zudem die weltweite Kriegsgefahr. Die geplante Anschaffung von Kampfdrohnen und Atombombern wird zusätzlich militärische Konflikte schüren", argumentiert die Linke.

Verbot von Rüstungsexporten gefordert


Die bundesweite Friedensbewegung, einschließlich des Friedensbündnisses Goslar will mit dem Ostermarsch 2021 ein Zeichen für friedensschaffende Maßnahmen setzen. Sie fordert ein Verbot von Rüstungsexporten, insbesondere in die Türkei und Saudi-Arabien, ein Stopp aller Aufrüstungsprogramme, einschließlich der Einstellung von Wirtschaftsförderungen der Rüstungsindustrie, Verzicht auf nukleare Teilhabe. Stattdessen verlange man endlich die Unterzeichnung des völkerrechtlich verbindlichen UN-Atomwaffenverbotsvertrags. Schon lange setze sich die Friedensbewegung für gesellschaftliche und internationale Solidarität und Diplomatie ein, für die Förderung der internationalen Zusammenarbeit zur globalen Bewältigung der Corona-Pandemie sowie für den Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Sie unterstütze lokale Aktivitäten der Friedenserziehung sowie das respektvolle und friedliche Miteinander aller Menschen.


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