Sie sind hier: Region >

Anrufer geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus



Helmstedt

Anrufer geben sich als Microsoft-Mitarbeiter aus


Wenn bereits Software installiert wurde, muss der Rechner schnellstmöglich vom Netz. Symbolfoto: Alexander Panknin
Wenn bereits Software installiert wurde, muss der Rechner schnellstmöglich vom Netz. Symbolfoto: Alexander Panknin Foto: Alexander Panknin

Artikel teilen per:

Helmstedt. Nicht mehr neu ist die Masche unbekannter Betrüger, die sich als angeblicher Microsoft-Mitarbeiter aus dem Support ausgeben. Die Gauner melden sich telefonisch und bieten an, per Fernwartung Zugriff auf die PCs ihrer Opfer zu erlangen, um dann zum Beispiel eine Beseitigung von Viren oder eine Zertifikatsverlängerung vorzunehmen.



Bei einem 42 Jahre alten Computer-Besitzer aus der Samtgemeinde Nord-Elm gelang es jetzt dem Betrüger, unbemerkt 700 Euro vom Konto des Opfers abzubuchen.

Den Ermittlungen nach dauerte das Gespräch mit dem angeblichen Angestellten des Weltkonzerns etwa eine Stunde. Währenddessen überredete der Unbekannte, der sich Michael Johnson nannte, den 42-Jährigen, seinen PC anzuschalten.


Mit dem Fernzugriff bieten die Täter an, eine Software zu installieren, die bei der Säuberung des Geräts helfen soll. Tatsächlich wird mit dieser angeblichen Fernwartungs-Software ein Trojaner installiert, über den die Betrüger jederzeit auf das Gerät zugreifen und Daten ausspähen können.

Einfach auflegen


Auch der Software-Hersteller selbst hat bereits mehrfach vor diesen betrügerischen Anrufen gewarnt, so Polizeihauptkommissar Harald Grothe von der Polizei Helmstedt. Der Polizeiberater rät dazu, in diesen Fällen sofort die Anrufe durch einfaches Auflegen zu beenden und sich nicht auf ein Gespräch mit den meist mit englischem Akzent sprechenden Betrügern einzulassen. Außerdem sollte man auf keinen Fall die angebotene Fremd-Software kaufen oder gar installieren. Falls es schon zu spät ist, weil bereits Software installiert wurde, muss man das Gerät so schnell wie möglich vom Netz nehmen und die Software deinstallieren. Wichtig sei auch, so Grothe, danach von einem anderen sicheren Gerät aus alle wichtigen Passwörter wie zum Beispiel für den Online-Banking-Account zu ändern.


zur Startseite