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Anwohner einig: Am Hagenmarkt muss etwas passieren!

von Marian Hackert


Zirka 60 Bürgerinnen und Bürger kamen der Einladung der Anwohner-Initiative zum gemeinsamen Gedankenaustausch nach. Fotos: Marian Hackert
Zirka 60 Bürgerinnen und Bürger kamen der Einladung der Anwohner-Initiative zum gemeinsamen Gedankenaustausch nach. Fotos: Marian Hackert Foto: Marian Hackert

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26.10.2017

Braunschweig. Nachdem Orkan Xavier den Hagenmarkt verwüstet hatte gingen im jüngsten Umwelt- und Planungsausschusses die Vorstellungen der Parteien zur Neugestaltung des Markts weit auseinander. Nun kamen zahlreiche Bürger der Stadt auf Einladung einer Anwohner-Initiative zusammen, um ihre Vorstellungen und Ideen zu diskutieren.



Es herrscht zumindest in einem Punkt Konsens bei den Anwohnern des Hagenmarkts - es muss etwas passieren! Was genau, dass würde sich mit der Zeit herauskristallisieren, so der Grundtenor des Treffens. Rund 60 Bürgerinnen und Bürger kamen beim Treffen, welches von der Anwohner-Initiative "Hägener-Forum" ins Leben gerufen wurde, zusammen, um sich über Gestaltungsmöglichkeiten und die zukünftige Nutzung des Marktes auszutauschen.

Denkanstöße aus eigener Erfahrung geben



Pfarrer Werner Busch sieht die Sturmschäden als Möglichkeit, den Hagenmarkt wieder attraktiver zu gestalten. Foto: Marian Hackert



Wir wollen zunächst einmal ins Gespräch kommen", erklärt Werner Busch, Pfarrer der St.-Katharinengemeinde. Einen Austausch zwischen den Anwohnern hätte es ohnehin schon immer gegeben, nun wolle man gemeinsam Wege finden, was mit dem Hagenmarkt passieren soll. Das Treffen diene dafür als eine Art Forum, schließlich sei man nicht Entscheidungsträger. Das wolle man den Politikern überlassen. "Wir wollen Denkanstöße geben, die sichaus unseren Erfahrungen und täglichen Beobachtungen entwickelt haben", so Busch. Konkrete Vorstellungen hatten die Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich mitgebracht. Sowürden Fahrradständer fehlen, die Bänke müssten erneuert werden und überhaupt gelte es, den Markt wieder zu einem Ort zu machen, an dem man gerne verweilt.

Platz muss ins Bewusstsein der Leutegebracht werden



Konditormeister Alfons Markiewicz sprach sich für eine flexiblere Nutzung des Hagenmarktes aus. Foto: Marian Hackert



"Wir müssen unsere Meinung offen gegenüber der Stadt vertreten. Natürlich nicht als Gegenpol, sondern mit einem offenen Dialog", so Konditormeister Alfons Markiewicz. Der Hagenmarkt müsse wieder offener für die Bürger der Stadt und flexibler in der Nutzung werden, so Markiewicz weiter. Ob die Bäume nun wieder vollständig nachgepflanzt oder welches Begrünungskonzept durchgesetzt werde sei zweitrangig. "Der Platz muss wieder ins Bewusstsein der Leute gebracht werden", so die Meinung des Konditormeisters. Dafür sei das Treffen der Bürger ideal. Beim gemeinsamen Brainstorming fanden sich schnell gemeinsame Ansätze. "Wir bieten dafür den organisatorischen Hintergrund, doch vielleicht entwickelt sich daraus ja sogar mehr", sinniert Alfons Markiewicz.





Es bildeten sich schnell mehrere Diskussionsgruppen. Foto: Marian Hackert


Hagenmarkt als "Tor zur City"


Einige Anwohner hatten sogar Skizzen für eine Neugestaltung der Anlage mitgebracht. Vor allem die Wegeführung, alle vier Zugangswege führen zum Heinrichsbrunnen, war Thema der Gespräche. Auch das Tempo auf der angrenzenden Casparistraße sei laut Meinung der Anwohner zu hoch. Hier ist Tempo 50 erlaubt. Zudem herrsche weiterhin Ungewissheit wie sich die Verkehrsströme am Hagenmarkt im Zuge der Stadtbahn-Erweiterung verändern werden. Hier stehe ein entsprechendes Gutachten noch aus, so Stadtbaurat Heinz-Georg Leber im jüngstenUmwelt- und Planungsausschuss.Dem Hägener-Forum und vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt dauert das zu lang. Das Treffen auf dem Hagenmarkt war ein weiterer wichtiger Schritt, die Zukunft des "Tores zur City" voranzutreiben.

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