Braunschweig | Goslar | Salzgitter | Wolfenbüttel

AOK-Tipps für die richtige Sonnenbrille


Zu viel Sonne geht ins Auge. Symbolfoto: Anke Donner
Zu viel Sonne geht ins Auge. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

Artikel teilen per:

22.05.2018

Region. Was für die Haut gilt, gilt auch für die Augen – sie brauchen Schutz vor zu viel Sonnenlicht. Deswegen gibt die AOK wichtige Tipps für die helle Jahreszeit.



Zu viel und zu starke ultraviolette Strahlung (UV-Strahlung), die das Auge ungeschützt trifft, kann Linse und Netzhaut dauerhaft schädige. Mögliche Folgen reichen von einer Linseneintrübung bis hin zur Erblindung.

Die richtige Sonnenbrille


Eine Sonnenbrille sollte daher nicht nur stylisch sein, sondern bestimmte Standards erfüllen. Getönte Gläser allein reichen da nicht aus – im Gegenteil: Dunkle Brillen ohne ausreichenden UV-Schutz sind sogar gefährlich, denn sie verursachen eine Vergrößerung der Pupille, sodass dann eine besonders intensive Strahlung die Netzhaut erreicht.

Unverzichtbar ist die Markierung "CE" und die Aufschrift "EN 1836:1997" auf dem Glas oder am Brillenbügel: Daran erkennt man, dass die Sonnenbrille den EU-weit gültigen Qualitätsstandards für den Sonnenschutz entspricht. Augenärzte empfehlen Gläser, die alle UV-Wellen bis zu 400 Nanometer blockieren, denn bis zu dieser Grenze ist UV-Strahlung gefährlich (UV-400-Schutz).

UV-400 dringend empfohlen


Die AOK-Gesundheitsberater empfehlen einen UV-Schutz von mehr als 400 - besonders für Personen, die zum Beispiel unter grauem Star leiden, Netzhautprobleme haben oder bereits eine Augen-OP hatten.

Wichtig ist außerdem eine ausreichende Tönung der Brillengläser. Die Kategorien reichen von 0 (leichter Blendschutz für den Abend) bis zu 4 (für Alpin- und Wassersport). Für hiesige Gefilde bietet Kategorie 2 (57 bis 82 Prozent Tönung) einen guten Schutz. Wer in den Süden fliegt, sollte Kategorie 3 wählen (82 bis 92 Prozent Tönung).

Auch die Farbe der Tönung spielt eine Rolle: Am besten geeignet sind braune oder graue Gläser, da sie die Farben der Umwelt kaum verfälschen und einen guten Blendschutz bieten. Gläser in Blau, Rot, Orange oder Gelb können zwar UV-Schutz bieten, verändern aber Farbeindrücke, Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen – was beim Autofahren problematisch werden kann.

Da UV-Strahlen unsichtbar sind, können sie das Auge schädigen, ohne dass es bemerkt wird. Daher gilt laut AOK: Wenn die Sonne scheint, sollte sowohl von Erwachsenen als auch von Kindern eine Sonnenbrille getragen werden. Vor allem Kinderaugen sind für die Folgen starker UV-Belastungen anfällig, da sie viel weitere Pupillen haben und ihre Augenlinsen transparenter sind als die von Erwachsenen.


zur Startseite