Sie sind hier: Region >

Arbeiten in neuem Baugebiet „Brunnenkamp“ beginnen in Kürze



Goslar

Arbeiten in neuem Baugebiet „Brunnenkamp“ beginnen in Kürze


Der Abriss soll im April erfolgen. Symbolfoto: Anke Donner
Der Abriss soll im April erfolgen. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

Artikel teilen per:

Goslar. Die vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des Baugebiets „Brunnenkamp“ beginnen in Kürze. Die Erschließung übernimmt die Stadt. Die Kosten dafür tragen die Klosterkammer Hannover und die LIEMAK Immobilien GmbH als Eigentümerinnen der rund sieben Hektar großen Fläche.



Das Interesse an den insgesamt 58 Grundstücken sei groß – bisher seien rund zwei Drittel reserviert. Die Klosterkammer biete Grundstücke zu Erbbaurecht an, die LIEMAK Immobilien GmbH verkaufe Flächen mit und ohne Bestandsbebauung. Dr. Matthias Nagel, Leiter der Abteilung Liegenschaften der Klosterkammer, erläutert: „Derzeit führen wir Gespräche mit Interessenten und bereiten die ersten Erbbaurechtsverträge vor.“

„Auch die Eigentumsgrundstücke werden stark nachgefragt“, erläutert Sylva Viebach, Geschäftsführerin der LIEMAK Immobilien GmbH. „Die Kaufverträge und andere erforderliche Urkunden sind kurz vor der Finalisierung, die Kaufinteressenten wollen jetzt zeitnah beurkunden, da allgemein ein Zins-anstieg befürchtet wird. Besonders freut uns, dass es auch für die Grundstücke mit denkmalgeschützten Bestandsgebäuden Interesse von Investoren gibt, die diese zeitnah erwerben und zu Wohnungen umbauen möchten.“

Ein Moratorium mit einer weiteren Frist zur Interessentensuche gibt es nicht


Nachdem der Niedersächsische Landtag am 2. Februar 2017 festgestellt habe, dass die Klosterkammer den Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Offizierscasinos auf dem Gelände nach Recht und Gesetz vorbereitet hätte, stehe dem Abriss des Gebäudes nichts mehr im Wege. Vorausgegangen sei ein über Jahre andauernder Planungsprozess, zu dem unter anderem ein Investorenwettbewerb im Jahr 2014 gehört habe. Ein Moratorium mit einer weiteren Frist zur Interessentensuche gebe es nicht. Vielmehr habe die Klosterkammer ab Eingang der Petition zur Erhaltung des Casinos bis zum 31. Dezember 2016 zusätzlich die Möglichkeit für potentielle Investoren eingeräumt, sich zu bewerben und ein tragfähiges Nutzungskonzept vorzulegen. „Bis heute liegt kein tragfähiges Nutzungskonzept eines Investors für das Offizierscasino vor. Der Abriss ist beauftragt und erfolgt im April“, sagt Dr. Matthias Nagel.



Klosterkammer Hannover

Die Klosterkammer ist eine öffentliche Einrichtung, die das Vermögen von vier öffentlich-rechtlichen Stiftungen verwaltet. Diese sind aus ehemals kirchlichem Vermögen entstanden. Aus den Erträgen unterhält die Kloster-kammer mehr als 800 Gebäude, viele davon sind Baudenkmale, und rund 12.000 Kunstobjekte. Weitere Mittel aus den Erträgen in Höhe von rund drei Millionen Euro stellt sie pro Jahr für mehr als 200 kirchliche, soziale und bildungsbezogene Maßnahmen in ihrem Fördergebiet zur Verfügung. Darüber hinaus betreut und unterstützt die Klosterkammer fünfzehn heute noch belebte evangelische Frauenklöster und Damenstifte in Niedersachsen.



zur Startseite