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Arbeiter in Baugrube verschüttet: Rettungshubschrauber brachte 27-Jährigen ins Krankenhaus

Der Mann steckte bis zur Hüfte in einem Erd-/Lehmgemisch fest. Die Feuerwehr musste den Verletzten teilweise mit der Hand ausgraben.

Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 ins Krankenhaus gebracht.
Der Verletzte wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 30 ins Krankenhaus gebracht. Foto: Freiwillige Feuerwehr Goslar

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28.07.2020

Goslar. Am Montagmittag ereignete sich auf einem Firmengelände im Gewerbegebiet Baßgeige ein Tiefbauunfall. Dabei wurde ein Bauarbeiter verschüttet. Der verletzte Mann konnte aus dem Erdgemisch gerettet werden. Das berichtet die Feuerwehr Goslar in einer Pressemitteilung.



Auf dem Firmengelände in der Alten Heerstraße war eine Tiefbaufirma damit beschäftigt Rohre zu verlegen. In der hierfür freigelegten Baugrube wurde ein 27-jähriger Bauarbeiter am Mittag verschüttet. Bei Eintreffen der Feuerwehr steckte der Mann bis zur Hüfte in einem Erd-/Lehmgemisch fest. Die Beine waren angewinkelt und leicht verdreht zwischen zwei Rohren geraten. Dies wussten die Einsatzkräfte allerdings erst nach der Befreiung des Mannes.

Mit Klappspaten, Hacke und der bloßen Hand wurde gegraben


Die Notärztin stabilisierte den ansprechbaren Arbeiter. Nach der Erstversorgung des Verletzten begann die Arbeit der Feuerwehr. Ein Feuerwehrmann betreute den Verletzten. Durch seine berufliche Erfahrung als Notfallsanitäter eine ideale Ergänzung, um die weiteren Schritte um den Patienten herum zu koordinieren. Nach Sicherung des betreffenden Bereichs, konnten die Einsatzkräfte mit Klappspaten und Hacke mit der Abtragung des Erdreichs beginnen. Das Erdgemisch war schwer zu händeln. Steine erschwerten die Rettungsarbeiten. Überwiegend konnten die Einsatzkräfte nur mit den Händen graben, gerade weil auch die Lage der Beine nicht abschließend bekannt war. Zum Schutz gegen leicht einsetzenden Regen wurde eine Plane über den Wirkungsbereich verbaut. Der Einsatz der Feuerwehr endete nach gut zweieinhalb Stunden mit der Befreiung des Patienten. Ein steter Austausch von Einsatzkräften war erforderlich.


Der Verletzte in der Baugrube wurde über die Drehleiter gesichert. Foto: Feuerwehr Goslar


Der Mann war ansprechbar und in steter medizinischer Kontrolle durch die Notärztin. Für den Transport in ein Krankenhaus stand der Rettungshubschrauber „Christoph 30“ aus Wolfenbüttel bereit. Nachdem der Patient abschließend komplett untersucht werden konnte, folgte der Transport mit dem Hubschrauber zur stationären Behandlung.

Für die Goslarer Feuerwehr ein nicht alltäglicher Einsatz. Positiv habe sich auch der Einsatz des Wechselabrollbehälters-Rüst der Feuerwehrtechnischen Zentrale erwiesen. In diesem standen allerhand Materialien zur Verfügung, die zur Sicherung der Einsatzstelle dienten. Einsatzleiter Udo Löprich forderte gleich zu Einsatzbeginn das Sondergerät an. Nach Reinigung der Gerätschaften und Herstellung der Einsatzbereitschaft folgte eine Nachbesprechung im Feuerwehrhaus.


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