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Arbeitslosenquote sinkt geringfügig


Die Arbeitsagentur Braunschweig-Goslar hat aktuelle Zahlen vorgestellt. Dabei wird klar – es fehlt den Firmen immer wieder Nachwuchs. Foto: Robert Braumann
Die Arbeitsagentur Braunschweig-Goslar hat aktuelle Zahlen vorgestellt. Dabei wird klar – es fehlt den Firmen immer wieder Nachwuchs. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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02.11.2016

Region. Die Arbeitslosenzahl ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig - Goslar im Oktober leicht gesunken. Gegenüber dem September waren 88 bzw. 0,4 Prozent weniger Menschen arbeitslos und somit insgesamt 21.829.



Das sind 657 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,8 Prozent. Im Landkreis Goslar liegt die Quote bei 7,4 Prozent, im Landkreis Wolfenbüttel bei 5,4 Prozent, im Landkreis Salzgitter bei 10,4 Prozent und in der Stadt Braunschweig bei 5,9 Prozent.

„Eine gute Ausbildung ist weiterhin der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“, kommentiert Harald Eitge, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig - Goslar die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
„Rund 11.000 Arbeitslose im Agenturbezirk haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Das Risiko der Arbeitslosigkeit hängt sehr eng mit der Qualifikation zusammen. Je niedriger die Qualifikation, desto schlechter ist die Position auf dem Arbeitsmarkt“, weiß der Agenturchef. „Dennoch ist der Helfermarkt stark in Bewegung. Von den aktuell 4.557 gemeldeten Arbeitsstellen sind allein 891 im Helferbereich ausgeschrieben. Zugegeben wird es dort nun etwas enger, entscheidend ist aber die Motivation, die häufig bei geflüchteten Menschen stärker ist.“

Unterbeschäftigung



Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslo- sen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im Oktober 28.892. Das sind 1.418 oder 5,2 % mehr als im Vorjahresmonat.


Ausländer/Flucht



Die Zahl der arbeitslosen Ausländer ist im Oktober im Vergleich zum September nur leicht um 9 auf aktuell 5.084 Personen gestiegen. Das sind jedoch 1.340 Män- ner und Frauen oder 35,8 Prozent mehr als im Oktober vor einem Jahr. Zu der Gruppe der Ausländer gehören sowohl Menschen, die schon länger in Deutschland leben, als auch neu hinzugekommene geflüchtete Menschen.
„Zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise vor einem Jahr war es am dringendsten, den tausenden Neuankömmlingen ein Dach über dem Kopf zu geben. Nun steht die Integration im Mittelpunkt. Insbesondere bei der beruflichen Integration nehmen wir die Bedürfnisse der Menschen stark in den Blick. Diese sind nicht bei allen gleich und wir dürfen nicht mit der Schablone dort herangehen.“
Seit Juni 2016 kann die Zahl der Flüchtlinge konkretisiert werden, die als Asylbe- werber nach Deutschland gekommen sind und sich im Agenturbezirk um Arbeit oder Ausbildung bemühen.2 Im Oktober 2016 waren 1.971 Geflüchtete bei den Jobcentern und Arbeitsagenturen als arbeitslos gemeldet. Weitere 1.774 befanden sich in Integrationskursen, Qualifizierungsmaßnahmen oder waren erwerbstätig und suchten eine Stelle. 3 Die Entwicklung ist dabei sehr unterschiedlich. „In Salzgitter haben wir weiterhin die höchsten Zuwächse – über die Hälfte der Arbeitslosen im Kontext von Fluchtmigration finden wir dort“, so Eitge.


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