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Arbeitslosigkeit ging im Landkreis Gifhorn zurück


Die Arbeitsmarktzahlen der Agentur für Arbeit im Monat Mai. Symbolfoto: Robert Braumann
Die Arbeitsmarktzahlen der Agentur für Arbeit im Monat Mai. Symbolfoto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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31.05.2017

Gifhorn. Im Landkreis Gifhorn waren im zurückliegenden Monat 4.487 Menschen arbeitslos, 107 bzw. 2,3 Prozent weniger als im April. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 4,7 Prozent und liegt 0,3 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau.


Im Mai sank die Arbeitslosigkeit im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt (umfasst die Landkreise Gifhorn und Helmstedt sowie die Stadt Wolfsburg) saisonal bedingt um 204 Personen bzw. 1,8 Prozent auf 11.233 Personen. Im Vergleich zum Mai 2016 waren es 479 bzw. 4,5 Prozent mehr Arbeitslose. Die Arbeitslosenquote liegt bei 5,3 Prozent. Zum Vorjahreszeitpunkt lag sie bei 5,1.

"Der Arbeitsmarkt in unserer Region zeigt sich im Mai weiterhin stabil. Wir verzeichnen dennoch immer noch mehr Arbeitslose als im Jahr zuvor. Ursachen hierfür sind zum einen die steigende Zahl geflüchteter Menschen sowie eine geringere Dynamik am Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenzahlen gingen im Mai im Landkreis Gifhorn und in der Stadt Wolfsburg saisonal bedingt zurück, im Landkreis Helmstedt blieb sie im Vergleich zum Vormonat konstant. Der Arbeitsmarkt unserer Region verlangt auch in Zukunft weiter nach Fachkräften. Daher ist und bleibt die Ausbildung von existenzieller Bedeutung für die Region. Zum Ausbildungsstart 2017 sind uns derzeit noch viele offene Ausbildungsplätze in nahezu allen Branchen gemeldet. Wir raten allen, die noch auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, Kontakt zu unserer Berufsberatung aufzunehmen und ihre Chancen auszuloten", erläutert Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt.

Mehr offene Stellen als im Vorjahresmonat


Die Unterbeschäftigung, die neben den Arbeitslosen auch Personen erfasst, die erkrankt sind oder an Qualifizierungen oder anderen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen, lag im Mai insgesamt bei 14.317 Personen, das waren 1.310 oder 10,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Kontext Asyl und Flucht waren im Agenturbezirk Helmstedt im Mai 1.121 Menschen arbeitslos gemeldet. Wer Arbeit sucht, trifft in der Region auf ein hohes Stellenniveau. So wurden der Agentur für Arbeit und den angeschlossenen Jobcentern im Mai 746 neue Stellen zur Besetzung gemeldet, das waren 4 oder 0,5 Prozent mehr als im Monat zuvor. Der Stellenbestand liegt mit 3.129 offenen Stellen erfreulicherweise 263 oder 9,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Langzeitarbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Helmstedt


Auch in Zeiten guter konjunktureller Entwicklung, gibt es Personengruppen, die stärker und individueller gefördert und unterstützt werden müssen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Eine dieser Personengruppen sind die Langzeitarbeitslosen, also Menschen, die länger als ein Jahr in der Agentur für Arbeit bzw. dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind. Erfreulicherweise konnte die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringert werden. So sind derzeit 3.909 Menschen im Agenturbezirk von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, im Mai 2013 waren es noch 4.195 Personen. Hauptursache hierfür ist einerseits der gute Arbeitsmarkt mit einem guten Stellenniveau, der es ermöglicht, Menschen zeitnah neu zu vermitteln, um Langzeitarbeitslosigkeit gar nicht erst eintreten zu lassen. Weiterhin stehen individuelle Förderungen und ein gezielter Abbau von Vermittlungshemmnissen für diese Personengruppe im Fokus der Vermittlungstätigkeiten der Arbeitsagenturen und der Jobcenter.


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