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Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen könnte steigen



Braunschweig | Goslar | Wolfenbüttel

Arbeitsmarkt: Zahl der Arbeitslosen könnte steigen


Foto: Robert Braumann

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Region. Die Arbeitslosenzahl ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Braunschweig - Goslar im April weiter gesunken. Gegenüber dem März waren 538 (2,3 Prozent) weniger Menschen arbeitslos und somit insgesamt 22.444. Das sind 446 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt laut Arbeitsagentur aktuell bei 7 Prozent. Die Zahl könnte jedoch nach der Erfassung der arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge wieder steigen.

"Die Zahl der Menschen ohne Arbeit ist im Agenturbezirk von Braunschweig bis Goslar weiter gesunken. Über 500 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dabei handelt es sich um eine übliche Entwicklung um diese Jahreszeit“, kommentiert Harald Eitge, Leiter der Agentur für Arbeit Braunschweig - Goslar die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. "Wie sich die Zahl jedoch in den kommenden Monaten entwickeln wird, kann ich nur schwer voraussagen. Wir befinden uns aktuell in Zeiten, in denen eine Prognose auf Grund der Flüchtlinge nur sehr vage sein kann. Durch die frisch unterzeichnete Kooperationsvereinbarung zur Integration von Asylbewerbern und Asylberechtigten in Ausbildung und Arbeit rechne ich mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit, insbesondere bei den Ausländern.“ In den kommenden Monaten sollen unterschiedliche Maßnahmen für geflüchtete Menschen starten, um sie an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Durch die Erfassung wird voraussichtlich auch die Zahl der Arbeitslosen steigen.

Unterbeschäftigung


Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, die aber z.B. im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden1. Die Unterbeschäftigung betrug nach vorläufigen Angaben im April 28.674. Das sind -353 oder 1,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Hinweis: Die Statistik über Altersteilzeit endete mit Berichtsmonat Dezember 2015. In der Unterbeschäftigung sind daher ab Januar 2016 keine Beschäftigten in Altersteilzeit mehr erhalten. Ein Vormonats- und Vorjahresvergleich ist nur eingeschränkt sinnvoll.

Arbeitslosigkeit bei den Älteren


Die Arbeitslosigkeit konnte insbesondere bei den Älteren reduziert werden. Auch wenn diese Personengruppe immer noch rund 1/3 der Arbeitslosen darstellt, so gehören die Älteren zunehmend zu dem Potential was nachgefragt wird. „In der Personengruppe steckt noch viel Arbeitskraft, die bisher noch nicht in dem Maße nachgefragt wird, wie wir uns das wünschen würden. Allerdings denken viele Unternehmen mittlerweile um“, weiß Harald Eitge.

Gemeldete Arbeitsstellen


Die gemeldeten Stellen im Agenturbezirk sind aktuell zwar leicht rückläufig, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Zum Vergleich: Im April 2013 wurden 3.070 Stellen im Bestand gezählt – heute sind es 4.133. "Die Arbeitskräftenachfrage befindet sich nach wie vor auf sehr hohem Niveau. Hierfür gibt es eine Reihe von Gründen: Die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren auf neue Höchstwerte gestiegen, das erhöht den Ersatzbedarf, die Nachfrage nach flexiblen Beschäftigungsformen steigt und das wirkt sich auf die Zahl der Stellenmeldungen aus, als Folge von Besetzungsproblemen bei Stellen für Fachkräfte verlängern sich die Laufzeiten von Stellenangeboten“, kommentiert Eitge.


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