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Arbeitsmarktbericht für Juli 2020: Zuwachs der arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren

Die Arbeitslosigkeit ist im Juli wieder gestiegen. Das liegt vor allem daran, dass sich die Schulabgänger übergangsweise arbeitssuchend gemeldet hätten. Die Arbeitsagenturen erwarten, dass sich diese Situation spätestens im September wieder normalisiere.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: pixabay

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30.07.2020

Region. Die Zahl der Arbeitslosen ist saisonüblich im Juli gegenüber dem Vormonat angestiegen. Insbesondere Personen unter 25 Jahren sind betroffen, die nach ihrer Berufsausbildung oder ihrem Schulabschluss nicht gleich eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben. Erfahrungsgemäß wird sich die Zahl der Jugendarbeitslosigkeit spätestens im September wieder deutlich verringern, wenn diese Personen eine Ausbildung oder ein Studium begonnen haben oder sich in einem neuen Arbeitsverhältnis befinden werden. Dies berichten die regionalen Agenturen für Arbeit in ihren jeweiligen Arbeitsmarktberichten.


Aktueller Stellenmarkt


Auf dem Stellenmarkt sind im Juli die Auswirkungen der Krise weiterhin leicht zurückgegangen. Im Agenturbezirk Hildesheim meldeten die Unternehmen 531 neue Stellen (+31 bzw. +6,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahr waren es allerdings 135 Stellen weniger (-20,3 Prozent). Im Juli gab es 2.046 Arbeitsstellen im Bestand beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter, 711 (-25,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Nur im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar seien die freien Stellen leicht angestiegen. 400 freie Arbeitsstellen sind im Juli neu gemeldet worden. Das sind 51,5 Prozent mehr als noch im Juni. Der Zugang an gemeldeten Stellen liegt aber leicht unter dem Niveau des Vorjahres. (- 85 oder - 6,7 Prozent).

Lage auf dem Ausbildungsmarkt


Bisher sind 3.278 junge Berufsstarter bei der Agentur für Arbeit im Agenturbezirk Braunschweig-Goslar gemeldet. Das sind 348 oder 9,6 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Allerdings spiele auch der fehlende Abiturjahrgang in Niedersachsen in diesem Sommer eine Rolle, da Abiturienten mit Ausbildungswunsch oder dem Ziel des dualen Studiums nur zu einem Bruchteil zur Verfügung stehen würden. Dahingehend sei auch auf der Angebotsseite ein Rückgang zu verzeichnen. Unternehmen, die Abiturienten als Nachwuchskräfte suchen, hätten zu diesem Sommer meist weniger Ausbildungsstellen gemeldet. Insgesamt stehen aktuell 3.071 zur Verfügung und damit 133 oder 4,2 Prozent weniger als vor 12 Monaten.

„Unbesetzte Ausbildungsplätze gibt es auch derzeit noch in nahezu allen Branchen, Interessierte nehmen gern kurzfristig Kontakt zu unseren Berufsberaterinnen und Berufsberatern auf, die umfassend dazu informieren“, so Ulf Steinmann von Agenturbezirk Helmstedt.


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