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Archäologen entdecken alte Treppe unter der St. Ludgeri-Kirche

von Eva Sorembik


Unter dem Fußboden der St. Ludgeri-Kirche hat Archäologie Frank Wedekind eine alte Treppe entdeckt. Fotos: Eva Sorembik
Unter dem Fußboden der St. Ludgeri-Kirche hat Archäologie Frank Wedekind eine alte Treppe entdeckt. Fotos: Eva Sorembik

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14.03.2017

Helmstedt. Seit einiger Zeit findet in der St. Ludgeri-Kirche eine archäologische Ausgrabung statt. Am Dienstag, den 14. März stellte Dr. Stefan Amt die Ergebnisse der Arbeiten vor: Unter der Kirche ist man auf Mauern und Treppen gestoßen, die aus dem 13. Jahrhundert stammen könnten.



Durch das Denkmalschutzgesetz sei man vor jeder Baumaßnahme verpflichtet, durch archäologische Voruntersuchungen zu klären, ob sich auf der Baustelle historische Funde befinden, erläuterte der Baudenkmalpfleger des Bistums Hildesheim. Dies hat man in der St. Ludgeri-Kirche getan und sei dabei auf interessante Funde gestoßen.

Verbindung zwischen Krypta und Chorraum


Hintergrund der Grabungen sei gewesen, dass man in Erfahrung bringen wollte, wie die Verbindung zwischen dem Chorraum der Kirche und der Krypta ausgesehen hat und ob diese eventuell wiederhergestellt werden kann. „Dazu haben wir ein drei mal drei Meter großen Stück des Fußbodens offengelegt“, erläuterte Frank Wedekind die Ausgrabungsarbeiten im Kirchenschiff. Der Archäologe aus Göttingen und seine Mitarbeiter haben kurz unterhalb der Fußbodenfläche eine Treppe entdeckt, deren Errichtung Wedekind auf das 13. Jahrhundert schätzt. Bei der zweiten Grabung aus Richtung der Krypta sei man dann auf einen Gang gestoßen, der es nahelegt, dass der Zugang von der Krypta zum Chorbereich der Kirche in Form von zwei bogenartig angeordneten Gängen bestand.


Einen der Gänge aus der Krypta haben Frank Wedekind und seine Mitarbeiter mit schwerem Gerät freilegen können. Foto:



„Durch die Ausgrabungen haben wir nun intensivere Kenntnisse über das Gebäude“, freut sich Dr. Amt über die gewonnenen Erkenntnisse über die Kirche, deren Geschichte bis ins achte Jahrhundert zurückreiche. Damit seien das Wissen, das man aus historischen Bauplänen habe, untermauert, so der Baudenkmalpfleger weiter.

Vorerst werden die Arbeiten bis Ende der Woche beendet und die Ausgrabungsstelle im Kirchenfußboden wieder geschlossen. Nach detaillierterer Auswertung der gewonnen Erkenntnisse, werde dann entschieden, ob die Verbindung zwischen Krypta und Chorraum wiederhergestellt werden kann.


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