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Armutsgefährdung in der Region nimmt immer mehr zu



Armutsgefährdung in der Region nimmt immer mehr zu

von Anke Donner


In der Region Braunschweig leben rund 17 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Symbolfoto: Christoph Böttcher
In der Region Braunschweig leben rund 17 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Symbolfoto: Christoph Böttcher Foto: Christoph Böttcher

Region. Laut einer Auswertung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik (NLS) ist die Armutsgefährdungsquote in Niedersachsen im Jahr 2016 leicht auf 16 Prozent angestiegen und lag damit 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr und 1 Prozentpunkt höher als noch im Jahr 2011. In der Statistischen Region Braunschweig lag die Quote bei 17,4 Prozent.



Für die Region Braunschweig bedeute das laut NLS, dass dieArmutsgefährdungsquote von 2011 bis 2016 von 15,7 auf 17,4 Prozent angestiegen ist. Die Quote erweise sich im langfristigen Zeitvergleich seit 2005 als höchster jemals gemessener Wert. Das Jahr 2010 stelle einen Wendepunkt der Entwicklung dar. Von 2005 bis 2016 ging die Armutsgefährdung in Niedersachsen wie auch deutschlandweit zurück. Seitdem aber habe die Gefährdungsquote fast kontinuierlich zugenommen. Besonders auffällig sei, dass seit einigen Jahren die Armutsgefährdung für Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit abnimmt, während sie für Nichtdeutsche steigt.

Die Armutsgefährdungsschwelle lag 2016 in Niedersachsen für einen Einpersonenhaushalt bei 953 Euro, bundesweit lag der Schwellenwert bei 969 Euro.


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