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ASSE-Betreiber und BfS stellen sich Gespräch

von Bernd Dukiewitz


Hans-Albert Lennartz, Rita Schwarzelühr-Sutter, Ina Stelljes und Wolfram König stellten sich den Fragen der Bürger. Foto: Bernd Dukiewitz

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29.11.2016

Braunschweig. Zu einem Gesprächsforum luden das Bundesamt für Strahlenschutz und die ASSE-Betreiber ein, um sich über den aktuellsten Stand zu informieren und Fragen an die Verantwortlichen zu stellen.



"Wichtig ist, dass die Bürger Vertrauen zu uns aufbauen und verstehen, dass wir zu ihrem Wohl handeln. Am besten erreichen wir das durch Transparenz und Dialog", erklärte Rita Schwarzelühr-Sutter, Staatssekretärin im Bundesumweltministerium.

Auch Wolfram König, Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, gab zu, dass die Lage für ihn nicht immer einfach sei: "Wir müssen die Verantwortung auch dann übernehmen, wenn die Meinungen zwischen uns den Bürgern auseinander gehen. Uns war auch bewusst, dass die Begeisterung der Bürger abnehmen würde, wenn wir von der Planung zur Umsetzung kommen würden, weil wir nicht jedermanns Wünsche erfüllen können". König sprach sich zwar für eine Einbeziehung der Bürger aus, allerdings nur in einem gewissen Rahmen: "Für uns ist das alles ein Lernprozess, da wir keinen Vergleichsfall haben weltweit. Da ist es auch wichtig, den Input der Bürger zu bekommen. Allerdings muss es auch Spielregeln für alle geben, an die sich jeder zu halten hat. Und wir können es nicht so weit kommen lassen, dass die Bürger dringende Entscheidungsprozesse blockieren."

Verfüllung beschäftigt Bürger am meisten


Erwartungsgemäß hatten die Bürger das meiste Interesse an den für das nächste Jahr geplanten Maßnahmen am ASSE-Schacht. Dort sollen einige Kammern verfüllt werden, um dem Schacht so viel Stabilität zu geben, dass eine Rückholung der Fässer mit Atommüll gewährleistet ist. "Da wir die Sicherheit der Mitarbeiter vor Ort sichern müssen, führt kein Weg an der Verfüllung vorbei, auch wenn das in der Bevölkerung nicht gerne gesehen wird. Allerdings führt eine Verfüllung nicht dazu, dass wir die Fässer nie mehr bergen können. Ich muss mit Nachdruck sagen, dass die Maßnahme Routine ist im Bergbau, genauso wie später das öffnen der verfüllten Bereiche. Plan ist weiterhin, bis spätestens 2033 die Fässer aus der ASSE zu haben", so König.


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