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AStA bringt Resolution gegen Deutschlandseminar" auf den Weg


Die Studierendenschaft der TU Braunschweig wehrt sich mit einer Resolution gegen eine Seminar der Burschenschaft "Thuringia". Foto:  Robert Braumann
Die Studierendenschaft der TU Braunschweig wehrt sich mit einer Resolution gegen eine Seminar der Burschenschaft "Thuringia". Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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24.06.2017

Braunschweig. Die Studierendenschaft der TU Braunschweig hat nun eine Resolution zu dem "Deutschlandseminar" der Burschenschaft Thuringia auf den Weg gebracht. Unter den erstunterschreibenden Gruppen und Personen sind unter anderem Professoren, Studis, wissenschaftliche Mitarbeiter, Studentenverbindungen und Studentische Intiativen


Ein breites Spektrum zeige sich hier gegen dieses Seminar, teilte die ASta mit. Zudem soll es am Samstag, den 1. Juli eine Kundgebung von der Studierendenschaft eine Kundgebung unter dem Motto "Für die Wissenschaft gegen rechte Ideologie!" auf dem Universitätsplatz geben. All Interessierten sind aufgerufen, dort ein klares Zeichen zu setzen.

Resolution der Studierendenschaft der TU Braunschweig zum „Deutschlandseminar“ der Burschenschaft Thuringia
„Wir als Studierendenschaft sehen uns der kritischen Wissenschaft verpflichtet. Das bedeutet unbequeme Meinungen auszuhalten, den Blick über den Tellerrand gleiten zu lassen und strittige Thesen auf Richtigkeit zu prüfen. Dennoch gibt es unantastbare Werte, die von einer Universität wie auch ihrer Studierendenschaft getragen werden müssen. Diese Werte basieren auf dem Grundkanon einer reflektierten und weltoffenen Wissenschaftlichkeit, die Ihre Niederschrift in §2 der Grundordnung der TU Braunschweig findet: „Die TU Braunschweig setzt sich bei ihrer Aufgabenerfüllung und universitären Arbeit für eine Gesellschaft ein, die frei ist von Diskriminierung, Rassismus, Volksverhetzung und Sexismus.“

Das anstehende „Deutschlandseminar“ der Burschenschaft Thuringia am 1.7.2017 steht mit dem geplanten Programm gegen diese Werte. Es wurden Redner eingeladen, welche teils extrem rechte Vergangenheiten besitzen oder noch heute aktiv in solchen Kreisen sind, ohne entsprechende Vertreter_innen anderer Positionen zu Wort kommen zu lassen. Wenn niemand bereit ist, sich gegen solche Redner zu stellen, wäre eine logische Konsequenz gewesen, dieses Seminar abzusagen. Ein gedanklicher Austausch und Reflexion verschiedener Standpunkte zu diesem politischen Thema ist damit nicht mehr gegeben und die eingangs skizzierte kritische Wissenschaftlichkeit verletzt.

Dass es keinerlei Einsicht von Seiten der Burschenschaft Thuringia dahingehend gibt und diese zugleich auch kein Problem damit hat, aktive Neo-Nazis zu der Veranstaltung zuzulassen, verurteilen wir als Studierendenschaft diese Veranstaltung und fordern eine Absage des Seminars.

Deshalb rufen wir alle Student*innen, Professor*innen, Dozent*innen und Mitarbeiter*innen auf, mit uns gemeinsam dieser Forderung Nachdruck zu verleihen.

Die Universität ist ein Platz der Wissenschaft und kein Platz für Ideologien!

Wer die Resolution unterschreiben möchte, möge eine kurze Nachricht an asta@tu-bs.de schicken.


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