Braunschweig

Astroherbst im Haus der Wissenschaft Braunschweig


Die Veranstaltungsreihe Astroherbst startet am  17. Okotber. Foto: Thorsten Raedlein
Die Veranstaltungsreihe Astroherbst startet am 17. Okotber. Foto: Thorsten Raedlein Foto: Thorsten Raedlein/Archiv

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10.10.2016

Braunschweig. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe Astroherbst laden das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Wissenschaft Braunschweig am 17. Oktober 2016 um 19 Uhr in die Aula des Haus der Wissenschaft ein.


Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll, Direktor des Instituts für Raumfahrtsysteme an der Technischen Universität Braunschweig, spricht über das Problem des zunehmenden „Weltraummülls“ auf erdnahen Umlaufbahnen, das zu einer ernsten Gefahr für die Raumfahrt zu werden droht, sowie über Strategien zur Vermeidung und aktiven Beseitigung von Trümmerteilen aus dem Orbit. Obwohl der Weltraum endlos groß und sehr leer ist, drängen sich fast alle Raumfahrzeuge der Menschheit in einem engen Bereich in der unmittelbaren Umgebung unserer Erde zusammen; und selbst Raumsonden, die weiter entfernte Ziele ansteuern, müssen doch zunächst durch diesen erdnahen Bereich hindurch. Hier haben sich im Laufe der Jahre unzählige Trümmerteile (Space Debris) angesammelt, von ausgedienten Raketenstufen und Satelliten über losgelöste Einzelteile bis zu mikroskopisch kleinen Partikeln. Angesichts der hohen Geschwindigkeiten auf Erdumlaufbahnen werden bei Kollisionen sehr hohe Energien frei und drohen intakte Satelliten zu zerstören. Die Registrierung und Verfolgung wenigstens der größeren Partikel ist schon jetzt eine internationale Sysiphusaufgabe. In Zukunft müssen aktive Maßnahmen ergriffen werden, um z.B. ausgediente Satelliten zum Verglühen in der Erdatmosphäre zu bringen oder sie mittels Robotern einfangen und aus ihren Orbits entfernen zu können. Das Institut für Raumfahrtsysteme der Technischen Universität Braunschweig ist führend an diesen Entwicklungen beteiligt.

Prof. Dr.-Ing. Enrico Stoll war vor und nach seiner Promotion an der Technischen Universität München in einigen weltweiten Forschungsaufenthalten engagiert und auch Systemingenieur bei der Firma RapidEye. Seit 2014 leitet er als Professor das Institut für Raumfahrtsysteme an der Technischen Universität Braunschweig.


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