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Attacke im Bus: Dritter Verdächtiger gefasst



Braunschweig

Attacke im Bus: Dritter Verdächtiger gefasst

von Robert Braumann


Symbolbild: A Donner
Symbolbild: A Donner Foto: Anke Donner

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Braunschweig. Beim Aussteigen aus einem Bus der Linie 416 (Richtung Ölper/Völkenrode) beleidigten und attackierten am 22. April drei Männer eine Personengruppe mit afrikanischer Herkunft (ein Mann, zwei Frauen und ein Kind).

Die Polizei konnte nach Veröffentlichung von Bildern aus der Überwachungskamera des Busses alle Tatverdächtigen ermitteln. Zeugenaussagen hatten zum Erfolg geführt. Es handelt sich um einen 22-Jährigen aus Braunschweig, sowie einen 17-Jährigen und einen 20-Jährigen aus der Region (Salzgitter, Wolfenbüttel). Was war passiert? Nach dem Aussteigen aus dem Bus, erhielt ein Opfer einen Stoß mit dem Ellenbogen und wurde am Boden liegend getreten. Auch die Frau wurde im Gerangel ins Gesicht geschlagen. Beide wurden leicht verletzt. Die zweite Frau aus der Gruppe konnte sich mit einem fünfjährigen Kind in Sicherheit bringen.

Ermittlungen laufen


Pressesprecher Wolfgang Klages sagte, die Täter sei bereits im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln ermittelt worden. Sie seien aber nicht der Rechten Szene zuzuordnen, Verbindungen in diese Richtung seien nicht bekannt. Bei der Vernehmung hätten sich die Tatverdächtigen gegenseitig für den Vorfall verantwortlich gemacht. Die Polizei will nun weiterer Zeugen vernehmen. Klages lobte die Zivilcourage der Bürger, die dazwischen gegangen seien und möglicherweise Schlimmeres verhindert hätten. Der Vorwurf gegen das Trio lautet fremdenfeindlicher Äußerungen, Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft wird endgültig über eine Anklage entscheiden. Da keine Fluchtgefahr besteht, seien die Männer bereits wieder auf freiem Fuß, so Klages.

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