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Atzum aktiv: Kinderfiguren gegen Raser



Wolfenbüttel

Atzum aktiv: Kinderfiguren gegen Raser

von Christina Ecker


Nun gibt es endlich Figuren, die noch einmal deutlich anzeigen, dass hier, an der K4 nur 50 gefahren werden darf. Die Schwester Sophie-Charlotte (3) und Alisa-Marie waren heute auch mit ihrer Mutter da, um bei dem Aufstellen der Figuren dabei zu sein. Fotos: Christina Ecker
Nun gibt es endlich Figuren, die noch einmal deutlich anzeigen, dass hier, an der K4 nur 50 gefahren werden darf. Die Schwester Sophie-Charlotte (3) und Alisa-Marie waren heute auch mit ihrer Mutter da, um bei dem Aufstellen der Figuren dabei zu sein. Fotos: Christina Ecker

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Atzum. Seit dem heutigen Freitag zieren zwei Kinderfiguren den Ortseingang und -ausgang von Atzum. Dafür hat sich der Ortsrat um Ortsbürgermeister Jürgen Lingelbach stark gemacht. Autofahrer neigen nämlich dazu, die Geschwindigkeit bei Befahren des Ortes nicht zu drosseln. Dies soll mit der Aktion nun verhindert werden.



„Ich freue mich, dass ihr gekommen seid, um unsere beiden neuen Kinder zu begrüßen", empfingLingelbach die Besucher, die sich aus Atzumer Anwohnern und Ortsratsmitgliedern zusammensetzten, um dem Aufstellen der beiden Kinderfiguren beizuwohnen. Bereits seit 1997 ist Verkehrsberuhigung auf der K4 ein Thema, das schonden damaligen Ortsrat beschäftigte. Damals wurde die Geschwindigkeit außerorts auf 70 Stundenkilometer beschränkt.

Anfang der 2000er ging man die Planung und Kalkulation eines Kreisels an, dessen Bau letzten Endes aus Kostengründen nicht umgesetzt werden konnte. „Nach Geschwindigkeitsmessungen monierten wir immer wieder die Höchstgeschwindigkeiten und baten die Verwaltung, Vorschläge für eine Reduzierung der Geschwindigkeiten zu machen. Daraufhin wurden Geschwindigkeitsmessgeräte angeschafft, die jeweils im Wochenrhythmus in den Ortsteilen an verschiedenen Stellen aufgestellt wurden", so Lingelbach.

Festes Geschwindigkeitsmessgerät geplant


Weiter berichtete er, dass es im Laufe der Jahre viele Ortsbegehungen mit Stadt, Landkreis und dem Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg gegeben habe, aber fast immer ohne Erfolg. Vorschläge wie Fahrbahnschwellen, Fahrbahnteiler, Geschwindigkeitsmarkierungen oder Änderung der Vorfahrtsregelungen konnten nicht umgesetzt werden. Jetzt seien für 2018 Kosten für ein Geschwindigkeitsmessgerät vorgesehen, das in Atzum an der K4 abwechselnd hinter den Ortsschildern angebracht werde. „Nach intensiver Diskussion im Ortsrat sollte das Gerät die tatsächliche Geschwindigkeit und einen hoffentlich immer lächelnden Smiley zeigen. Aus heutiger Sicht sehen wir im Hinblick auf die Verkehrssicherheit keine Chance zur Verwirklichung weiterer größerer Maßnahmnen", schloss Lingelbach nach dem Anbringen der Kinderfiguren. Diese stellen übrigens einen Jungen und ein Mädchen dar, die jeweils einen Ball mit einer aufgemalten "50" über dem Kopf halten - die Zahl soll natürlich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit innerorts erinnern.

Dann dankte der Ortsbürgermeister noch seinem Stellvertreter Claus Herrmann, der die Figuren in seiner Freizeit hergestellt und heute aufgebaut hatte. Besonderen Dank wollte Lingelbach auch noch allen aussprechen, die sich um die Erhöhung der Verkehrssicherheit bemüht hatten, beispielhaft allen voran Frank Oesterhelweg.

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Schon beim Aufstellen wurden die ersten Verkehrsteilnehmer aufmerksam. Foto:


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