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Auch Goslarer Industrieunternehmen schickt Beschäftigte in Kurzarbeit

Die Produktion von Wolframmetall laufe vorerst weiter.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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24.06.2020

Goslar. Die H.C. Starck Tungsten GmbH schickt ab dem 1. Juli einen Teil der insgesamt etwa 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Goslar in Kurzarbeit. Geplant ist zunächst ein Zeitraum bis Ende September. Betroffen sind neben einigen Verwaltungsbereichen insbesondere das Schrottrecycling und die chemische Aufbereitung von Rohstoffen. Die Produktion von Wolframmetall und Wolframcarbid läuft vorerst in Teilen weiter. Dies berichtet die H.C. Starck Tungsten GmbH in einer Pressemitteilung.


In den beiden genannten Fertigungsbereichen war ohnehin zum Jahresende der jährliche Wartungsstillstand geplant. Um die negativen Auswirkungen der aktuellen Situation auf die Belegschaft und den Geschäftsverlauf so gering wie möglich zu halten, hat das Unternehmen diese Arbeiten nun auf den September vorverlegt.

„Unsere Wolframprodukte werden beispielsweise zur Produktion von Fräs-, Bohr- und Schneidewerkzeugen verwendet. Marktentwicklungen etwa in der Automobil- oder Elektronikindustrie, die diese Werkzeuge nutzen, kommen in der Regel mit einiger Verspätung bei uns an“, erläutert der Geschäftsführungsvorsitzende Dr. Hady Seyeda. „Dementsprechend schlagen die Verwerfungen der Corona-Krise nun voll durch. Deshalb haben wir uns in konstruktiver Abstimmung mit dem Betriebsrat schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen.“

Das Management wird nach eigener Aussage die Entwicklung genau beobachten und gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Betriebsrat neue Entscheidungen treffen. „Wir hoffen natürlich, dass wir Anfang Oktober wieder durchstarten können“, so der CEO.


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