Auch in der Krise muss man essen - DaGiovanni bietet Abholservice an

Während der Corona-Krise müssen Restaurants geschlossen bleiben. Lediglich ein Abhol- und Lieferservice ist erlaubt. Auch das italienische Restaurant DaGiovanni ist weiterhin für seine Kunden da.

von Julia Seidel


Gäste können bei Giovanni auch weiterhin italienische Köstlichkeiten bekommen. Diese müssen lediglich nach Bestellung abgeholt werden.
Gäste können bei Giovanni auch weiterhin italienische Köstlichkeiten bekommen. Diese müssen lediglich nach Bestellung abgeholt werden. Foto: Julia Seidel

Wolfenbüttel. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auch in unserer Region hart getroffen. Nicht nur der Einzelhandel ist davon betroffen, auch Restaurants haben mit den von der Landesregierung vorgeschriebenen Einschränkungen zu kämpfen. Diese müssen geschlossen bleiben - lediglich ein Abhol- und Lieferservice darf weiterhin betrieben werden. Viele haben daher ihren Betrieb umgestellt. Um weiter für ihre Gäste da zu sein, bieten die Restaurants nun auch einen Abholservice an. Zu ihnen gehört auch das italienische Restaurant DaGiovanni in Wolfenbüttel.


Es ist die größte Herausforderung seit etwa zehn bis zwölf Jahren, erzählt Geschäftsführer Giovanni im Gespräch mit regionalHeute.de. Bereits zu Beginn der Beschränkungen bekam er das Ausmaß der Krise zu spüren. Denn obwohl Restaurants zunächst noch geöffnet haben durften, seien bereits frühzeitig Reservierungen, Geburtstage und eine Hochzeit abgesagt worden. Später wurden die Beschränkungen ausgeweitet und eine Öffnung vollkommen untersagt. Seitdem bietet das Restaurant einen Abholservice für seine Kunden an.

Telefonisch bestellen


Eine Telefonumleitung auf das Handy von Giovanni sorgt für eine gute Erreichbarkeit. Kunden können ihr Essen so telefonisch vorbestellen und anschließend im Restaurant abholen. Dabei wird darauf geachtet, dass die vorgeschriebenen Distanzen eingehalten werden und nicht mehrere Personen gleichzeitig im Laden sind. Ein breiter Tisch sorgt dabei für ausreichenden Abstand. Außerdem sind Mundschutz und Handschuhe hier im Einsatz. Einen Lieferservice gebe es bisher nicht. "Dafür müsste die Nachfrage größer werden. Sonst habe ich Kosten aber keine Einnahmen", so der Italiener. Seine Hoffnung setzt er auf die Ostertage. Danach will er sehen, wie es weiter geht.

Arbeiten tut Giovanni momentan größtenteils alleine. Zu gering sei die bisherige Nachfrage. Seine Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Auch beim Bund hat er bereits Hilfe beantragt. Doch dort ist sein Antrag nicht der Einzige und die Mühlen mahlen langsam. Bedauerlich ist die Situation auch gerade deswegen, da normalerweise zu dieser Jahreszeit die gute Zeit anlaufen würde. So fällt unter anderem das Catering für Kommunionen und Konfirmationen weg. Dennoch: Seine Gäste stehen hinter ihm. Versichern ihm, dass sie bald wieder kommen, sobald sich die Situation ändert.

Trotz der momentanen Situation steht die Gesundheit bei Giovanni an erster Stelle. Mit seiner Familie in Italien steht er täglich in Kontakt.


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