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Auch in Zeiten von Corona: Berufliche Bildung soll gestärkt werden

Am gestrigen Freitag hat das „Bündnis duale Berufsausbildung" einen Aufruf veröffentlicht, der auf die Bedeutung der dualen Berufsausbildung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs auch in der Covid 19-Krise hinweist.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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13.06.2020

Region. Die berufliche Bildung ebnet den Weg in eine berufliche Tätigkeit und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie hat aber auch einen allgemeinen Bildungsauftrag, der junge Menschen in ihrer Entwicklung begleitet und Teilhabe gewährleistet. Diesen hohen Stellenwert nimmt die berufliche Bildung auch in Zeiten der Corona-Pandemie ein, die alle Beteiligten oftmals vor große Herausforderungen stellt. Am gestrigen Freitag hat das „Bündnis duale Berufsausbildung" einen Aufruf veröffentlicht, der auf die Bedeutung der dualen Berufsausbildung zur Sicherung des Fachkräftebedarfs auch in der Covid 19-Krise hinweist. Das Bündnis fordert die Betriebe auf, in der Ausbildungsbereitschaft mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung nicht nachzulassen. Gleichzeitig sollten Jugendliche die Chance nutzen, sich auf die vielen noch offenen Ausbildungsplätze zu bewerben. Zuvor hat der Landesausschuss für Berufsbildung mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern ein gemeinsames Positionspapier „Ausbildung sichern" vorgestellt, in dem Handlungsfelder für die Bewältigung der Krise dargestellt werden. Dies teilt das Niedersächsische Kultusministerium in einer Pressemitteilung mit.


Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne begrüßt den Impuls: „Ausbildungsplätze müssen gesichert werden. Die wirtschaftlichen Herausforderungen sind derzeit für viele ausbildende Betriebe immens. Dennoch ist es wichtig, auch an die Zeit nach der Corona-Pandemie zu denken und jungen Menschen eine Zukunftschance zu geben. Dies zahlt sich nicht nur für die jungen Erwachsenen aus, sondern auch für die Unternehmen, die später auf gut ausgebildete Fachkräfte setzen können. Daher begrüße ich das vorgestellte Positionspapier, welches diverse Maßnahmen zur Bewältigung der Krise aufzeigt und unterstütze den Aufruf des Bündnisses zur Berufsausbildung ausdrücklich. Die Landesregierung wird weiter ihren Beitrag leisten, um Ausbildungsaktivitäten der Unternehmen zu unterstützen und Ausbildungsplätze zu sichern."

Das Papier des Landesausschusses für Berufsbildung setze unter anderem darauf, dass die betriebliche duale Berufsausbildung weiter gestärkt wird. Auch an alle Jugendlichen richte sich ein Appell, sich auch in diesen schwierigen Zeiten aktiv um einen Ausbildungsplatz zu bemühen.

„Fast 50 Prozent aller Absolventinnen und Absolventen allgemein bildender Schulen treten in eine duale Berufsausbildung ein", so der Kultusminister. „Ihren Abschluss in diesem Jahr haben sich die Absolventinnen und Absolventen sicher etwas anders vorgestellt. Sie schließen ein wichtiges Kapitel in ihrem Leben ab inmitten einer Pandemie. Umso wichtiger ist es, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um jungen Menschen Zukunftschancen zu bieten und gleichzeitig den Fachkräftenachwuchs zu sichern", fügt Tonne hinzu.

Mit dem Bündnis Duale Berufsausbildung (BDB) sei ein Gremium der beruflichen Bildung entstanden, das wertvolle, konstruktive Vorschläge zur Stärkung der Berufsausbildung erarbeite. Am BDB würden sich die für die berufliche Bildung auf Landesebene engagierten Organisationen und Verbände wie die Sozialpartner (Verbände der Arbeitgeber und Gewerkschaften), die Kammern, die kommunalen Spitzenverbände, die Regionaldirektion Niedersachsen/Bremen der Bundesagentur für Arbeit sowie die zuständigen Ministerien der Landesregierung beteiligen. Ziel sei die Stärkung der dualen Berufsausbildung in Niedersachsen. Das BDB wurde 2014 gestartet und ist Bestandteil der Fachkräfteinitiative Niedersachsen.


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