Auf der Suche nach »Corona-Dingern« – Stadt sammelt Ausstellungsstücke

Für eine Ausstellung werden weitere Stücke gesucht, die die Bürger an »Corona« erinnern. Das persönliche »Corona-Ding« kann ab Montag abgegeben werden.

Haben ein spannendes Ausstellungskonzept präsentiert (von links): Lena Simon, Marcus Peter, Vanessa Wodniczak-Pless, Markus Gröchtemeier und Kulturbüro-Leiterin Alexandra Hupp.
Haben ein spannendes Ausstellungskonzept präsentiert (von links): Lena Simon, Marcus Peter, Vanessa Wodniczak-Pless, Markus Gröchtemeier und Kulturbüro-Leiterin Alexandra Hupp. Foto: Stadt Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Epidemien und der Umgang mit diesen ist Thema der Ausstellung »Das Corona-Ding«, die das Kulturbüro der Stadt Wolfenbüttel vom 9. April bis 10. Juni 2021 – hinter Glas – im Wintergarten des Lessingtheaters präsentiert. Neben regionalen Bezügen zur Seuchengeschichte soll die Ausstellung sukzessive durch eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wachsen. Das Kulturbüro der Stadt Wolfenbüttel ab sofort interessierte Menschen, die sich mit ihrem persönlichen »Corona-Ding« beteiligen und damit zu einer vielfältigen Ausstellung beitragen. Die Entgegennahme der Objekte startet am Montag. Dies teilt die Stadt Wolfenbüttel mit.


Länger als ein Jahr ist es her, dass »Corona« zum alles bestimmenden Thema wurde und unser Leben verändert hat. Aber nicht jeder und jede sei in gleicher Weise betroffen. Die Krise schaffe und hinterlasse sehr unterschiedliche Spuren und Erinnerungen. Wie sehen diese aus und wie lassen sich die persönlichen Erfahrungen sichtbar machen? Diesen Fragen nähere sich die Ausstellung durch die persönlichen Objekte und begleitenden Geschichten der Bürgerinnen und Bürger.

Doch schon vorher lohne sich ein Spaziergang zum Lessingtheater. Denn der Blick in die Geschichte zeige: Epidemien und der Umgang damit bestimmten schon immer das menschliche Dasein. Begleitend zum partizipativen Teil würden Exponate zum Thema »Mensch, Medizin und Krankheit« auf dem Vorplatz und im Wintergarten des Theaters präsentiert werden. Allgemeine Darstellungen würden mit regionalen Ausstellungsstücken ergänzt. Zu sehen seien neben Zeitungsartikeln und Krankenberichten, unter anderem auch medizinische Orthesen, die zur unterstützenden Behandlung bei Kinderlähmung eingesetzt wurden. Neu entdeckte Tagebuchauszüge des Wolfenbüttelers August von Walbeck aus dem Jahr 1830 würden sehr anschaulich die Symptome schildern, die auf eine frühe Choleraerkrankung hindeuten.

Personen hinter der Ausstellung


Das Konzept zu »Das Corona-Ding« habe Marcus Peter von der Agentur prototypen Ausstellungen, Berlin entwickelt. Hinweise, Quellen und Recherchen hätten Dr. Gisela Babnik, Dr. Petra Feuerstein-Herz, Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, und Irmgard Kollwitz, Sprecherin der RG Wolfenbüttel des Bundesverband Poliomyelitis e.V. Organisiert geliefert und realisiert werde das Projekt vom Kulturbüro der Stadt Wolfenbüttel.

Die Ausstellung könne – kontaktfrei – von außen durch die Verglasung des Wintergartens besichtigt werden. Die Entgegennahme der Objekte und die Aufzeichnung der dazu gehörenden Geschichte erfolge nach Terminvergabe und unter Beachtung der notwendigen Hygienemaßnahmen. Die Exponate würden dann im Wintergarten ausgestellt, die Tondokumente seien über QR-Codes mit einem Smartphone abhörbar. Kopfhörer seien empfehlenswert.

Weitere Informationen und Anmeldung: Theaterkasse des Lessingtheaters, Telefon: 05331 86-501 (Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr) oder E-Mail: corona-ding@lessingtheater.de.




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