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Auftaktveranstaltung: „Salzgitter – Vielfalt leben“


Symbolbild: Nicole Wiedemann.
Symbolbild: Nicole Wiedemann.

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02.11.2016

Salzgitter. Mit dem Projekt „Salzgitter – Vielfalt leben“ hat sich der Fachdienst Kinder, Jugend und Familie der Stadt Salzgitter erfolgreich um Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds beworben. Mit einer Auftaktveranstaltung in der Kulturscheune startete das Projekt nun in die Praxis, so die Stadt Salzgitter.



„Salzgitter versteht sich als kinder- und familienfreundliche Lernstadt. Wirklich allen Kindern und Jugendlichen Bildungswege zu eröffnen, ist darum Programm“, sagte Erste Stadträtin Christa Frenzel während der Auftaktveranstaltung zum Projekt „Salzgitter – Vielfalt leben“. Das Projekt im Förderprogramm „Inklusion durch Enkulturation“ sei dazu das passende Werkzeug, denn es lehrt Erziehende Kinder im Bildungsprozess besser zu verstehen und also besser zu fördern, erläuterte sie. Jedes Kind sei individuell. Es habe ganz persönliche geistige und körperliche Voraussetzungen und es wachse unter unterschiedlichen sozialen, ökonomischen und religiösen Umständen auf. Aber alle Kinder – unabhängig ihrer Möglichkeiten und Talente - haben das Recht auf Bildung. Dieses Recht einzulösen wird mit dem Programm „Integration durch Enkulturation“ (IdE) unterstützt. Das IdE-Projekt unterstütze Eltern, Erzieher und Lehrer dabei, alle Kinder in ihrem Lernprozess zu verstehen und sie entsprechend ihrer Fähigkeiten an Bildung teilhaben zu lassen. Ziel sei unter anderem, auf Kinder und Jugendliche so einzuwirken, dass sie gute Schulabschlüsse erreichen, regelmäßig zur Schule gehen und den Schulbesuch nicht abbrechen.
Wie die Begriffe Inklusion und Enkulturation im Zusammenhang mit „Salzgitter – Vielfalt leben“ zu verstehen sind, erklärten die Projektkoordinatoren Christoph Maushake und Marion Rotter-Becker aus dem Fachdienst Kinder, Jugend und Familie in der Projektvorstellung. Während Inklusion sicherstelle, dass jeder Mensch ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben führen könne, bei dem sich die Strukturen den Bedürfnissen anpassen, bedeute Enkulturation, dass jeder die Regeln einer Gesellschaft kennen lernt. Für das Projekt heiße das: Es werde Hilfestellung dafür angeboten, die Fähigkeiten, persönlichen Eigenarten aber auch Einschränkungen jedes Einzelnen zu erkennen und ihn dann zu unterstützen, seinen (Lebens)Weg zu finden. „Es geht um einen wertschätzenden Umgang mit jedem. Wenn wir lernen, Außergewöhnliches und Ungewöhnliches an Personen als normal zu begreifen, verstehen wir Vielfalt korrekt. Anderssein ist nicht Defizit, sondern kann bereichern und anderen zu neuen Sichtweisen verhelfen“, beschreiben die Projektkoordinatoren Inhalt und Ziel des Projektes. Dazu würden im Rahmen des Projektes Seminare und Vorträge für Fachkräfte und Interessierte angeboten. Während der Auftaktveranstaltung sprach der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Matthias von Saldern über die Bedeutung von Inklusion und Enkulturation als Einstieg in das Thema. Das Projekt wird vom Niedersächsischen Kultusministerium über das Programm Inklusion durch Enkulturation aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds unterstützt. Projektkoodination: Marion Rotter-Becker ("marion.rotter-becker@stadt.salzgitter.de"), Christoph Maushake ("christoph.maushake@stadt.salzgitter.de").


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