Aus und vorbei: Das passiert mit den NP-Märkten in der Region

Die meisten Filialen werden umbenannt. An einigen Orten sind auch Baumaßnahmen nötig. Von anderen Filialen muss man sich ganz verabschieden.

von Martin Laumeyer und Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Anke Donner

Region. Im letzten November berichtete regionalHeute.de, dass die zahlreichen NP-Märkte der Region bis 2026 aus den Stadtbildern verschwinden sollen. Die NP-Filialen sollten demnach beginnend ab diesem Jahr entweder in Edeka oder in "nah & gut" umbenannt werden. Auch für das Aussehen innerhalb der Geschäfte wurden Veränderungen angekündigt. regionalHeute.de hat nun nach dem aktuellen Stand der Märkte in unserer Region beim Betreiber EDEKA Minden-Hannover gefragt. Wie geht es mit Ihrem hiesigen NP-Markt weiter? Hier finden sie es heraus.


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In Braunschweig wird es den NP-Markt in der Siegfriedstraße 92 bald nicht mehr geben. Der, so das Unternehmen, werde zum 31. August aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen. "Wir haben unsere Mitarbeitenden bereits über diesen Schritt informiert und bieten ihnen Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche innerhalb der EDEKA Minden-Hannover an beziehungsweise unterstützen sie bei der Bewerbung in den umliegenden Märkten", so die Unternehmenssprecherin gegenüber regionalHeute.de. Bis zur Schließung würden die Kunden weiterhin ihr gewohntes Sortiment vorfinden und müssten auf keine Serviceleistung verzichten.

Weitere Märkte in Braunschweig


Der NP-Markt in der Hauptstraße 15 sowie der NP-Markt Zum Ackerberg 1 in Braunschweig bleiben erhalten und werden im Rahmen der angekündigten Umstrukturierung bis 2026 auf die Vertriebsformate nah & gut oder EDEKA umgestellt. Für die beiden Märkte stehen zum jetzigen Zeitpunkt weder der genaue Zeitplan noch das künftige Vertriebsformat fest.

Die Situation in Peine


Der NP-Markt an der Alten Landstraße 18 wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Das Bestandsobjekt wird nicht abgerissen. Die EDEKA Minden-Hannover plant auf einer Fläche, in direkter Umgebung des bisherigen Standortes, einen neuen nah & gut-Markt zu eröffnen. Geplant ist ein nahtloser Übergang. Das alte Gebäude sei mit einer Verkaufsfläche von 480 Quadratmetern zu klein geworden und entspreche nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Mit der Verlagerung und dem Neubau sichere die EDEKA Minden-Hannover die Nahversorgung der Bürger sowie die wirtschaftliche Zukunft der Mitarbeiter in Dungelbeck. Die Eröffnung des neuen nah & gut-Marktes sei für das Jahr 2023 vorgesehen.

"Geplant ist ein moderner Verbrauchermarkt mit zeitgemäßer Ausstattung und einer Verkaufsfläche von 760 Quadratmetern. Die Kunden dürfen sich auf ein umfassendes Frische-Sortiment und eine moderne Backwaren-Bedientheke im Vorkassenbereich freuen. Insgesamt werden rund 20 Mitarbeitende den Kunden bei ihrem Einkauf beratend zur Seite stehen", kündigt die Unternehmenssprecherin an. Der Neubau werde sich fortschrittlich und nachhaltig zeigen. Beleuchtet werde der Markt zu 100 Prozent mit energiesparenden LED-Systemen. Zusätzlich solle eine Photovoltaikanlage auf dem Dach angebracht werden, um den energetischen Fußabdruck des Marktes zu reduzieren. Das Anbringen von Ladesäulen für E-Autos oder E-Bikes auf dem Kundenparkplatz werde hingegen aktuell noch geprüft.

Für den Markt in der Sedanstraße 41 gebe es derzeit keinen Plan. Für die Märkte in Wendeburg und Ilsede im Landkreis Peine gilt, dass sie im Rahmen der angekündigten Umstrukturierung bis 2026 auf die Vertriebsformate nah & gut oder EDEKA umgestellt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt stehen allerdings auch hier weder der genaue Zeitplan noch das künftige Vertriebsformat fest.

Symbolfoto.
Symbolfoto. Foto: Anke Donner


Die anderen Märkte in der Region


Ähnliches gilt auch für die NP-Märkte in Salzgitter an vier Standorten, in Goslar und Lutter am Barenberge sowie im Landkreis Wolfenbüttel (zwei mal Stadt Wolfenbüttel, Kissenbrück und Hornburg. Gleiches Bild bei den Märkten in den Landkreisen Gifhorn (Wittingen, Rühen und Röttesbüttel) und Helmstedt (Lehre, Grasleben, Süpplingen und Schöningen). Jedoch gelte auch hier das erklärte Ziel, die NP-Märkte, die in der Regel mit weniger als 1.000 Quadratmetern zu den Kleinflächen im Vertriebsgebiet gehören, zu verlässlichen und attraktiven Nahversorgern auszubauen, diese damit wirtschaftlich zu stärken und möglichst langfristig Arbeitsplätze zu sichern, so die Unternehmenssprecherin abschließend. In Wolfsburg gibt es keinen NP-Markt.


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