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Ausstellung ECHO: Städtische Galerie lädt zum Kunstgespräch ein



Wolfsburg

Ausstellung ECHO: Städtische Galerie lädt zum Kunstgespräch ein


Noch bis zum 5. Juni ist die Ausstellung "ECHO" in der städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg zu sehen. Foto: Eva Sorembik
Noch bis zum 5. Juni ist die Ausstellung "ECHO" in der städtischen Galerie im Schloss Wolfsburg zu sehen. Foto: Eva Sorembik Foto: Eva Sorembik

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Wolfsburg. Am Dienstag, 9. Mai, findet ab 18 Uhr in der Städtischen Galerie ein Kunstgespräch zu der Ausstellung „ECHO“ von Jungjin Lee statt. 



Als einziges Museum in Deutschland präsentiert die Städtische Galerie Wolfsburg noch bis zum 5. Juni mehrere Werkserien der außergewöhnlichen Künstlerin Jungjin Lee, die 1961 in Korea geboren wurde und seit 25 Jahren in New York lebt und arbeitet. Über die verschiedenen Werkgruppen, die außergewöhnliche Herangehensweise an Motive sowie das sehr aufwendige Entwicklungsverfahren sprechen Susanne Pfleger, die Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Städtischen Galerie Wolfsburg, und Barbara Hofmann-Johnson, die Leiterin des Museums für Photographie Braunschweig an diesem Abend direkt vor Werken in der Ausstellung.

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Barbara Hofmann-Johnson (Mitte) im Gespräch mit Susanne Pfleger und Marcus Körber, Foto:




Verschiedene Reisen führten Jungjin Lee Anfang der 1990er Jahre in die endlosen Weiten Amerikas, wo sie Wüsten, Felsen, Gestrüpp und Kakteen in archaischen Urmomenten festhielt. Der große Robert Frank beschrieb Lees fragmentarisch poetischen Bildserien einmal als „landscapes without the human beast”. Damit bezog er sich auf die fast vollständige Abwesenheit des Menschen im Werk von Jungjin Lee, auch wenn in ihren Fotografien vereinzelt zivilisatorische Spuren zu sehen sind und sie einmal auch ihren Körper in Szene setzt.

Mehrere Werkreihen werden präsentiert


Neben den Wüstenbildern von „The American Desert“ (1990–1994) entwickelte die Künstlerin schon früh den Wunsch, sich zwischen den Kulturen zu bewegen. Es folgten längere Aufenthalte und Reisen sowohl in Korea als auch in den Vereinigten Staaten. Mit „Pagodas“ (1998) und „Thing“ (2003–2006) entstanden zwei bedeutsame Werkreihen, in denen sie Objekte mithilfe von Schablonen sowie einer weichen und sehr präzise geführten Lichttechnik freistellte. So wird beispielsweise die nach oben sich verjüngende Pagode von fünf Geschossen aus Ziegelsteinen durch einen Kunstgriff Lees an ihrem Fundament gespiegelt. Auch die Zeichenwelt von „Thing“ ist im Spiel von Objekt und Fläche, von Volumen und Nicht-Volumen sorgsam austariert. Handgearbeitete Schalen, Behälter und Möbel werden von Jungjin Lee mit feinem Gespür für die richtige Platzierung ins Bild gesetzt. Zentral, an den oberen und unteren Rändern oder im radikalen Anschnitt entwickeln die Objekte ein auratisch geladenes Leben im großformatigen Bildraum.

Mit „On Road“ (2000-2001) und „Wind“ (2004–2007) folgen weitere Werkgruppen in diesem Duktus. Der Künstlerin gelingen eindringliche Fotografien, die mit allegorischer Kraft eine transzendentale und fast meditative Gefasstheit ausstrahlen.


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