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Ausstellung im SchmidtTerminal: Verliebt in Sri Lanka

von Robert Braumann


Dr. Ansgar Marx  und Walburga Schmidt, Foto: Robert Braumann
Dr. Ansgar Marx und Walburga Schmidt, Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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06.09.2016




Wolfenbüttel. Am Freitag, 9. September um 17 Uhr ist es wieder soweit – im SchmidtTerminal wird eine neue Ausstellung eröffnet. Vom 09. September bis zum 30. September 2016 stellt der Künstler Dr. Ansgar Marx seine Fotografien aus.

Walburga Schmidt, Reisebüro Schmidt GmbH, sagte: "Es ist wirklich eine ganz tolle Ausstellung - mit imposanten Bilder von Sri Lanka" Marx lebt mittlerweile in Wolfenbüttel und hat eine Professur an der Ostfalia. Der Jurist lehrt Familienrecht und Mediation. Dies sei auch ein wenig der Ausgangspunkt für seine Fotografien, es gehe um Frieden. Er sei das erste Mal 1986 nach Sri Lanka gekommen, da habe der Bürgerkrieg gerade angefangen. "Bis 2009 dauerte dieser hässliche Bürgerkrieg zwischen den Tamilen und der Regierung an und wurde dann blutig Niedergeschlagen. Alle Friedensbemühung haben nicht gefruchtet", so Marx. Ab 2010 sei er regelmäßig in Sri Lanka, eigentlich jedes Jahr für zwei bis drei Monate. Er beschreibt die wunderschöne Landschaft, die tropischen Temperaturen und die Freundlichkeit der Menschen vor Ort. Doch es gibt auch Schattenseiten. "Wir haben viele Freunde da und man kann sagen, dass eigentlich alle Familien vom Bürgerkrieg davon betroffen sind. Der Bruder meines besten Freundes ist zum Beispiel gestorben. "Ich habe in der gesamten Zeit immer viel Fotografiert, dann kam mir die Überlegung, was gehört eigentlich zu einem dauerhaften Frieden? Ich meine es gehört mehr dazu als staatliche Lösungen." So sind 25 Komponenten entstanden, Bilder und Texte, die für Marx dauerhaften Frieden bringen könnten. Zum Beispiel: Soziale Gerechtigkeit, Schutz, Wohlstand für alle, Toleranz der Kulturen, Faire Arbeitsbedingungen. Dazu kommen individuelle Komponenten, wie Mut, inneres Lächeln und Freundschaft.


Marx stellt seine Werke vor, Foto: Robert Braumann



Die Wurzeln für einen dauerhaften Frieden in Sri Lanka sind seiner Meinung nach geschlagen, aber die Kriegsgreuel seien nicht aufgearbeitet. Vielleicht stellt er eines Tages seine Bilder und Übrlegungen auch in Sri Lanka aus. Überlegungen dazu gäbe es, politische einmischen will sich Marx aber nicht. Zur Eröffnung am Freitag werde er etwas zu den einzelnen Bilder, wie diese entstanden sind und dem Land erzählen.


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