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Autokorso der Querdenker fährt durch Braunschweig - Und stößt auf Gegenprotest



Braunschweig

Autokorso der Querdenker fährt durch Braunschweig - Und stößt auf Gegenprotest

Die Veranstaltung verlief nahezu reibungslos. Es sei zu keinen größeren Behinderungen des Verkehrs oder des Protestzuges gekommen.

von Marvin König


Der Protestzug bei den Vorbereitungen für den Protestzug beim Straßenverkehrsamt in der Porschestraße.
Der Protestzug bei den Vorbereitungen für den Protestzug beim Straßenverkehrsamt in der Porschestraße. Foto: Phil-Kevin Lux

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Braunschweig. Am heutigen Samstag zog ein Autokorso der "Querdenker"-Bewegung mit 40 Fahrzeugen durch die Braunschweiger Innenstadt. Angemeldet seien laut Polizeisprecherin Carlon Scherf 100 Teilnehmer gewesen. Am Anfang der Route in der Porschestraße kam es zu einer kurzzeitigen Straßenblockade durch einen spontanen Gegenprotest. Dies habe aber nicht für Verzögerungen gesorgt. Gegen 16 Uhr wurde die Veranstaltung beendet.



Mit Statements wie "Merkel muss weg", "Wie groß muss eine Lüge sein, damit die ganze Welt sie glaubt", "Wollt ihr den totalen Lockdown" und "Nie wieder Faschismus" rollte die Wagenkolonne zwischen 14 und 16 Uhr durch das gesamte Braunschweiger Stadtgebiet. Beginnend um 14 Uhr am Straßenverkehrsamt in der Porschestraße ging es über die Hamburger Straße und den Wendenring in Richtung Frankfurter Straße, Wolfenbütteler Straße und den Altewiekring über die Jasperallee und den Bohlweg/Steinweg zum Kennedyplatz, dort wieder über den Bohlweg und den Steinweg, wieder über den Kennedyplatz und dann zurück zum Straßenverkehrsamt. Bereits vor zwei Wochen hatte die Gruppe "Querdenken 53", die sich unter anderem über Telegram organisiert, einen Autokorso in Braunschweig veranstaltet.

Auflagen wurden eingehalten


Wie Polizeisprecherin Scherf bereits im Vorfeld berichtete, fühle man sich aus polizeilicher Sicht gut vorbereitet. Der Auflagenbescheid der Stadt Braunschweig beinhaltete beispielsweise Vorgaben zur Anzahl der Personen in den Autos und Regeln für Aufbauten auf den Fahrzeugen wie Fahnen oder Transparente. Diese seien vor Start der Demonstration noch einmal mit der Versammlungsanmelderin durchgesprochen worden. "Die Beschränkungen wurden so weit eingehalten. Es gab keine größeren Probleme", berichtet Scherf.

Keinerlei Störungen durch Gegenprotest


Im Vorfeld hatte die "Antifa Salzgitter" in den sozialen Medien zu einem Gegenprotest aufgerufen. Tatsächlich sei es auch gleich zu Beginn der Route an der Kreuzung der Porschestraße mit der Schmalbachstraße zu einer spontanen Zusammenkunft gekommen. "Es hatten sich gegen 14 Uhr etwa 20 Personen im Kreuzungsbereich eingefunden. Sie trugen Transparente bei sich, es kam aber durch den Gegenprotest zu keinerlei Störungen zum Nachteil der Versammlung." Ob die Demonstrierenden sich wegen des Aufrufs der Antifa Salzgitter zusammengefunden hätten, lasse sich laut Polizei nicht genau sagen.


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