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AWO zur Kitabetreuung: Erziehermangel bereitet Probleme



Braunschweig

AWO zur Kitabetreuung: Erziehermangel bereitet Probleme


Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: regionalHeute.de

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Berlin/Braunschweig. Anlässlich der gerade veröffentlichten Zahlen des statistischen Bundesamtes zur Kindertagesbetreuung, übt Dirk Bitterberg, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AWO-Bezirksverbandes Braunschweig, deutliche Kritik am Ausbau und am Erziehermangel.



„Die Dynamik des Betreuungsausbaus hat nachgelassen, das liegt aber nicht an der mangelnden Nachfrage von Eltern. Die wünschen sich mehr Kita-Plätze. So liegt die aktuelle Betreuungsquote von knapp 33 Prozent immer noch 10 Prozentpunkte unter dem vom Bundesfamilienministerium ermittelten Bedarf. Die Gründe liegen vor allem bei den fehlenden Fachkräften. Die Ursachen für den Erzieher/-innen- beziehungsweise Fachkräftemangel sind vielfältig. Die Ausbildung ist lang und die Vergütung entspricht häufig nicht den anspruchsvollen Aufgaben.


Dirk Bitterberg, Foto: AWO

Die Arbeit in Kindertageseinrichtungen ist in den vergangenen Jahren immer komplexer und anspruchsvoller geworden. Die Entwicklung einer inklusiven und partizipativen Grundhaltung, die Umsetzung von Bildungsplänen, die präzise Beobachtung und Dokumentation, verstärkte Sprachförderung und die gezielte Förderung von Kindern unter drei Jahren sind wesentliche Aspekte, die hier zu nennen sind. Für diese pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Als Träger von 28 Kinderbetreuungseinrichtungen in der Region Braunschweig wissen wir, dass es wichtig ist, an dem Fachkräftegebot festzuhalten. Im Wettbewerb um Fachkräfte hat der Kinderbetreuungsbereich aber immense Probleme. Deshalb setzt sich die AWO für eine verbesserte Vergütung von Erzieherinnen und Erziehern ein. Dies setzt voraus, dass die Kommunen als Hauptkostentragende der Angebote in die Lage versetzt werden, eine kostendeckende Finanzierung zu gewährleisten. Damit alle Familien, die es wünschen, einen Kita-Platz bekommen, muss der Bund mehr Verantwortung übernehmen. Die Lösung sieht die AWO in der dauerhaften Mitfinanzierung der Kindertagesbetreuung durch den Bund.“


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