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BadeLand: Fast 700.000 Euro Mehrkosten für Sanierung



Wolfsburg

BadeLand: Fast 700.000 Euro Mehrkosten für Sanierung

von Sandra Zecchino


Ohne die Sofortmaßnahmen hätte das Bad geschlossen werden müssen. Foto: Archiv Foto: Magdalena Sydow

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Wolfsburg. Im letzten Jahr mussten im BadeLand Sofortmaßnahmen durchgeführt werden, da eine erhöhte Keimbelastung im Wasser festgestellt wurde. Dadurch haben sich die Sanierungskosten um 680.000 Euro auf 2.406.000 Euro erhöht. Über die Freigabe der entsprechenden Gelder diskutieren die Mitglieder des Sportausschusses bei der Sitzung am kommenden Dienstag.



Die Trink- und Warmwasserbereitungsanlage, die vor 15 Jahren nach dem damaligen Stand der Technik gebaut wurde, zeigte deutliche Schwächen. Deshalb musste sie nach einer extra durchgeführten Gefährdungsanalyse grundlegend saniert und den mittlerweile geänderten gesetzlichen Vorgaben angepasst werden. Die Trennung von Lösch- und Brauchwasser, ein direkter Anschluss der Fernwärme an die Warmwasserbereitung, die Mischung Kalt- und Warmwasser erst an der Dusche, der Austausch der zentralen Warmwasserbereitung einschließlich des Leitungsnetzes und der Rückbau der Totleitungen seien laut Angabe der Verwaltung als zwingende, zentrale Aufgaben benannt worden. Deshalb hat der Rat der Stadt Ende September 2017 die Sanierung der Anlage für 1.729.000Euro beschlossen.

Badschließung als einzige Alternative


Um den Badebetrieb aufrecht erhalten zu können, mussten folgende Sofortmaßnahmen umgesetzt werden:


  • Filterköpfe in den Duschen, die täglich getauscht wurden

  • Durchführung regelmäßiger thermischer Desinfektionen

  • Einbau einer Chlordioxidanlage


Trotzdem seien bei wöchentlichen Proben immer wieder erhöhte Legionellenzahlen festgestellt worden. Deshalb mussten die Maßnahmen weit über den geplanten Zeitraum hinaus durchgeführt werden, was die Mehrkosten verursachte.

Als Alternative dazu sei nur eine Schließung des Bades möglich gewesen, was jedoch gegenüber dem Schul- und Vereinssport schwer zu vertreten gewesen sei. Zusätzlich seien dadurch zwar die Mehrkosten verhindert worden, gleichzeitig wären jedoch die deutlich höheren Eintrittseinnahmen weggefallen.

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