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Bäcker-Innung Wolfenbüttel strebt Fusion mit Braunschweig an

von Anke Donner


Die Bäcker-Innung will Teil der großen Innung Braunschweiger Land werden. Auf der Sitzung der Wolfenbütteler Innung wurden die Fusions-Pläne beschlossen. Foto: Anke Donner
Die Bäcker-Innung will Teil der großen Innung Braunschweiger Land werden. Auf der Sitzung der Wolfenbütteler Innung wurden die Fusions-Pläne beschlossen. Foto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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07.03.2017

Wolfenbüttel. Die Bäcker-Innung Wolfenbüttel will Teil der neu gegründeten Bäcker-Innung Braunschweiger Land werden. Die Entscheidung, sich der größeren Innung anzuschließen, fiel am Montagabend bei der Jahreshauptversammlung.


Obermeister Carsten Richter machte seinen Standpunkt gleich eingangs der Sitzung deutlich: Die Wolfenbütteler Innung sollte sich unbedingt der großen Innung anschließen. Andernfalls werde er sich nicht weiter für das Amt des Obermeisters zur Wahl stellen. "Ich habe letztes Jahr schon gesagt, dass ich unter den Umständen, unter denen wir zurzeit arbeiten, als Obermeister nicht mehr antreten möchte. Wenn wir aber sagen, ja die Fusion machen wir, möchte ich mich weiter als Obermeister zur Verfügung stellen, um die Fusion voranzutreiben. Wenn aber seitens unserer backenden Betriebe der Wunsch besteht, weiter selbstständig als Wolfenbütteler Innung zu bleiben, dann möchte ich auch bei meiner Aussage vom letzten Jahr bleiben. Dann stehe ich als Obermeister nicht mehr zur Verfügung", so Richter und stellte seinen Vorschlag zur Aussprache. Der Vorschlag, sich der Innung Braunschweiger Land anzuschließen war schon im vergangenen Jahr innerhalb der Wolfenbütteler Innung besprochen, die Entscheidung jedoch auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.


Obermeister Carsten Richter. Foto: Max Förster



Letztendlich fiel die Entscheidung einstimmig für die Fusion. Leicht habe man es sich nicht gemacht, erklärten die Vorstandsmitglieder Henning Garbe und Ralf Isensee. Lange habe man sich mit dieser Frage beschäftigt und das Für und Wieder abgewägt. Doch langfristig gesehen sei diese Entscheidung richtig, um die Innung und das Handwerk zu stärken und den Auszubildenden wieder eine gute schulische Ausbildung zu ermöglichen."Wir müssen einfach mit der Braunschweiger Innung fusionieren, weil wir für die Zukunft einfach größere Einheiten brauchen. Dabei geht es mir gar nicht um die Innung selbst. Sondern mir geht es eher um den ganzen Bereich, der uns rundum betrifft. Und da ist meiner Meinung nach ist in erster Linie das Thema Ausbildung und Prüfungswesen zu sehen. Wir brauchen größere Einheiten an Schulklassen", so Richter.

Nach dem Beschluss, der Innung Braunschweiger Land zum 1. Januar 2018 beizutreten, sollen nun erste Fusions-Verhandlungen aufgenommen und ein erstes Treffen initiiert werden. "Mir ist es eine Herzensangelegenheit und ich habe mir Gedanken gemacht, wie wir trotzdem als Wolfenbütteler Innung nicht das Gesicht verlieren. Weil gerade das Handwerk immer auch regional verbunden ist. Deshalb war meine Idee, dass man sich als Wolfenbütteler Betriebe zweimal im Jahr zum Stammtisch trifft und den Austausch pflegt und Probleme bespricht", schloss Richter. Im Anschluss an den beschluss zur Fusion wurde der neue Vorstand gewählt. Carsten Richter bleibt auch weiterhin Obermeister der Bäcker-Innung Wolfenbüttel (regionalHeute.de berichtete).

Die neue Innung


Die Bäcker-Innung Wolfenbüttel würde nach der Fusion der neu gebildetenInnung Braunschweiger Land mit Sitz in Braunschweig angehören. Würde Wolfenbüttel zum Anfang des kommenden Jahres dazu kommen, würde sich die Anzahl der Betriebe auf 20 erhöhen. Zum Obermeister wurde Karsten Fucke, derzeitiger Obermeister der Braunschweiger Innung, gewählt. Stellvertreter ist Lutz Seidel, amtierender Obermeister der Peiner Innung.

Durch die Fusion und die damit gebündelten Interessen soll eine effektive und nachhaltige Vertretung des Bäcker-Handwerks gegenüber Politik und Verwaltung in der Region gesichert werden. Die Präsentation nach außen durch gemeinsame Aktionen wie der Brotprüfung und dem Tag des Brotes ist dabei genauso wichtig wie die Sicherung und Durchführung der Ausbildung und der entsprechenden Gesellenprüfungen.

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