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Bäume in der Jasperallee: BIBS-Fraktion fordert Moratorium



Braunschweig

Bäume in der Jasperallee: BIBS-Fraktion fordert Moratorium


Die Bürger kämpfen um die Bäume in der Jasperallee. Foto: Alexander Dontscheff
Die Bürger kämpfen um die Bäume in der Jasperallee. Foto: Alexander Dontscheff Foto: Dontscheff

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Braunschweig. Ein von Baumschützern und Anwohnern angezweifeltes Gutachten und zu viele offene Fragen: Nach der Sitzung des Bezirksrates Östliches Ringgebiet am 13. September, der zu den geplanten Baumfällungen auf dem Mittelstreifen der Jasperallee angehört wurde, fordert die BIBS-Fraktion im Rat der Stadt nun ein Moratorium.



„Das bedeutet: Die Bäume der Jasperallee sollen bis auf weiteres stehen bleiben“, erklärt BIBS-Ratsherr Wolfgang Büchs. „Um die gegensätzlichen Interessenslagen durch eine längerfristige Entscheidungsfindung mit möglichst breiter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Experten besser ausloten zu können, soll unserer Meinung nach nun ein Moratorium für die Dauer von zwei bis vier Jahren vereinbart werden. Diese Möglichkeit hat die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage ja auch explizit erwähnt“.

Für die Dauer des Moratoriums sollen für die vorhandenen circa 86 Bäume durch bestmögliche Pflegemaßnahmen möglichst optimale Lebensbedingungen geschaffen werden. Fällungen dürften nur in Ausnahmefällen unter anderem dann erfolgen, wenn die Verkehrssicherungspflicht durch keine anderen Maßnahmen gewährleistet werden kann. Oder wenn im Rahmen eines Experimentierfeldes mit Austausch des Bodens wenige Bäume einzeln oder nebeneinander zur Beobachtung nachgepflanzt werden.

Es geht darum, auf Bürgerwünsche einzugehen


 Wolfgang Büchs,
Wolfgang Büchs, Foto: BiBS



„Das Moratorium soll dafür genutzt werden, eine umfangreiche BürgerInnenbeteiligung wie beim Hagenmarkt durchzuführen. So kann ein in Ruhe durchdachtes Konzept für die Jasperallee erstellt und die Vitalitätsentwicklung der vorhandenen Bäume beobachtet, aber auch verschiedene Verfahrensweisen erprobt werden wie etwa die Anwendung des so genannten Tree-Life-Verfahrens (Verbesserung des Wurzelbereiches durch Bodenbelüftung und Nährstoffzufuhr)“, so Wolfgang Büchs abschließend.

Der BIBS-Antrag wird erstmals in der gemeinsamen Sitzung des Planungs- und Umwelt- und Grünflächenausschusses am 24. Oktober vorberaten. Der Rat am 6.Novembersoll abschließend eine Entscheidung bringen.

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