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Bahnübergänge überprüft - Viele Beanstandungen



Helmstedt

Bahnübergänge überprüft - Viele Beanstandungen


Der Bahnübergang an der Emmerstedter Straße soll eine neue technische Sicherung erhalten. Foto: Achim Klaffehn
Der Bahnübergang an der Emmerstedter Straße soll eine neue technische Sicherung erhalten. Foto: Achim Klaffehn Foto: privat

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Landkreis. Die Straßenverkehrsbehörden des Landkreises und der Stadt Helmstedt führten entlang der Bahnstrecke der Lappwaldbahn eine Verkehrsschau gemäß § 45 StVO an allen Bahnübergängen durch. Wie die Kreisverkehrswacht Helmstedt mitteilt, gab es dabei einiges zu beanstanden.



Die Zuständigen der Kommunen, der Polizei, Vertreter der Bahn, der Verkehrswacht, des ADAC und vom Arbeitskreis Senioren als Vorbild wurden eingeladen. Die Teilnehmer fuhren in einem Bus entlang der Strecke, um zu überprüfen, ob Schilder erneuert oder verändert werden sollten. Die Wichtigkeit der Fahrt wurde daran deutlich, dass eine Vielzahl der Verkehrszeichen (Andreaskreuze / Warnzeichen / Lichtzeichen) beanstandet werden mussten. Teilweise war ein Ersatz erforderlich. Auch das Freischneiden von Bewuchs in den Sichtdreiecken musste angeordnet werden.

Eine neue Empfehlung wurde für die Bahnkreuzung Rottorf-Mariental, L 294 (Bahnkilometer 10.589) getroffen. Es wird eine technische Sicherung empfohlen. Die tatsächliche Verkehrsstärke auf der Landesstraße spricht für eine bessere Absicherung.

ProblemfallEmmerstedter Straße


Als besonders problematisch stellte sich weiterhin der Bahnübergang in Helmstedt, L 644 / Emmerstedter Straße dar. Bereits 2007 wurde während einer Bahnschau sinngemäß festgestellt: „Die Gestaltung des Bahnübergangs entspricht nicht mehr den verkehrlichen Anforderungen. Es fehlen Schranken!“ Die damals relativ neu eingerichtete Zufahrt zur Tankstelle war nicht berücksichtigt. Zum Ausgleich mussten dort Einschränkungen angeordnet werden. Die bei der neuen Verkehrsschau auch wieder etwas korrigiert wurden.


Die Lappwaldbahn kreuzt. Foto: privat



Aufgrund der weiterhin bestehenden Problemgemengelage müssen alle Züge vor der Kreuzung anhalten und nach Feststellung der Sicherheit wieder anfahren. Der Planfeststellungsantrag für eine neue technische Absicherung des Bahnübergangs muss bis zum 30. Juni 2018 bei der Landeseisenbahnaufsicht vorliegen. Neben den Problemen mit der ungenügend technischen Sicherung wird auch seit Jahren immer wieder das Problem der Geh- und Radwegführung im Bereich des Übergangs als unsicher und unzureichend beklagt und mit der Stadtverwaltung diskutiert. Die Kreisverkehrswacht Helmstedt ist nun voller Hoffnung, dass nach der enorm langen Planungszeit eine gute Lösung für alle Betroffenen realisiert wird.


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