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Bald heimatlos: die Victoria-Seerose braucht ein neues Zuhause



Braunschweig

Bald heimatlos: die Victoria-Seerose braucht ein neues Zuhause

von Sina Rühland


Foto: Botanischer Garten/TU

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Braunschweig. Viele Braunschweiger kennen das Bild, auf dem ein Kind auf der schönen Victoria-Seerose im Botanischen Garten der TU sitzt. Nun ist das Heim der Seerose zu einem echten Sorgenkind geworden – das Gewächshaus ist baufällig und darf von Besuchern nicht mehr betreten werden.

Das Victoria-Gewächshaus, in dem die wohl größte Attraktion des Gartens – die tropische Riesenseerose (Victoria cruziana) – seit nunmehr 58 Jahren kultiviert wird, ist mittlerweile so stark gealtert, dass es nicht mehr zu sanieren ist. Der Leiter des Botanischen Gartens Michael Kraft erklärt, warum lediglich noch Mitarbeiter das Gewächshaus betreten dürfen: "Wegen Baufälligkeit mussten wir das Victoriahaus nun komplett schließen, die Pflege- und Versorgungsmaßnahmen reduzierten sich auf ein Minimum. Bedauerlich nicht nur für die Lehrenden und Studierenden der Universität, sondern auch für Schulklassen und Besuchergruppen, die sich auf einen Besuch ‘ihrer‘ Victoria-Seerose freuen." Für einen Neubau werden zirka 530.000 Euro benötigt, sagt Kraft. Eine Finanzierung aus Landesmitteln sei in der momentanen Situation nicht möglich und werde in absehbarer Zeit auch nicht möglich sein. "Wir suchen für die Finanzierung eines Neubaus dringend Sponsoren." Nur mit Hilfe von Sponsoren könne der Neubau des Victoriahauses im Botanischen Garten in greifbare Nähe rücken.


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Risse im Becken. Foto: Botanischer Garten



Ein Teil der Summe wurde nun bereits von mehreren Sponsoren zugesagt. So geben die "Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V." 60.000 Euro, mit der gleichen Summe ist der Braunschweigische Hochschulbund dabei, 220.000 Euro hat die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz zugesagt. Liebhaber und Freunde des Botanischen Gartens aus Braunschweig und Umgebung haben bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits 84.000 Euro gespendet. "Das ist hervorragend", sagt Michael Kraft, aber dennoch bleibe noch eine Lücke.


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