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Basketball-Löwen Braunschweig: 15 Punkte-Halbzeit-Führung reicht nicht zum Sieg



Braunschweig

Basketball-Löwen: 15 Punkte-Halbzeit-Führung reicht nicht zum Sieg

Die Braunschweiger hatten sich nach einem enorm starken ersten Viertel und einem 21:0-Lauf eine komfortable Führung erspielt und nahmen einen verdienten 15 Punkte-Vorsprung mit in die Halbzeitpause. Doch in der zweiten Hälfte drehte sich das Spiel.

Archivbild.
Archivbild. Foto: Susanne Hübner

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Braunschweig. Nach der heutigen 83:87-Niederlage (35:50) bei den NINERS Chemnitz blickte man bei den Spielern der Basketball Löwen am gestrigen Mittwoch in enttäuschte und leere Gesichter. Die Braunschweiger hatten sich nach einem enorm starken ersten Viertel und einem 21:0-Lauf eine komfortable Führung erspielt und nahmen einen verdienten 15 Punkte-Vorsprung mit in die Halbzeitpause. Doch in der zweiten Hälfte drehte sich das Spiel. Die Löwen-Mannschaft von Headcoach Pete Strobl spielte mit weniger Intensität, konnte Chemnitz im letzten Viertel nicht mehr stoppen und erzielte dort selbst nur zwölf Punkte. So kam der Aufsteiger nicht nur heran, sondern holte sich vier Minuten vor dem Ende die 78:77-Führung. Zwar hatten die Löwen noch Chancen, allerdings stotterte ihr Angriffsmotor ganz massiv, während NINERS-Topscorer George King (25 Punkte) 34 Sekunden vor Spielschluss mit einem Dreier „vom Parkplatz“ das Spiel entschied. Für die Löwen, bei denen Topscorer Martin Peterka mit 18 Punkten eine neue persönliche BBL-Bestleistung aufstellte, war es die dritte Niederlage in Folge. Sie stehen jetzt mit einer Bilanz von 16:30 auf dem 13. Platz. Dies teilen die Basketball-Löwen Braunschweig in einer Pressemitteilung mit.



Die Löwen hätten holperig ins Spiel gestartet und lagen schnell mit 7:0 zurück, ehe James Robinson nach drei Minuten erstmals erfolgreich für die Strobl-Mannschaft war. Ab diesem Zeitpunkt hätten sich die Löwen zuerst von der Freiwurflinie herangearbeitet, von wo sie im ersten Viertel sehr gute 13 von 15 Würfen trafen. Und dann hätten sie die NINERS mit einer starken Zonen-Verteidigung vor große Probleme gestellt. Die Gastgeber blieben vier Minuten ohne Punkte, in denen Jallow & Co. über einen unfassbaren 21:0-Lauf auf 11:28 davonzogen. Durch George King seien die Chemnitzer zwar noch etwas herangekommen, aber die Löwen hätten eine solide 13-Punkte-Führung mit ins zweite Viertel (20:33) genommen.

In dem verloren die Löwen, bei denen Jannik Göttsche und Bazou Koné angeschlagen fehlten, allerdings etwas den guten offensiven „Flow“ und ihre Dominanz. Das habe mitunter daran gelegen, dass die Chemnitzer defensiv mehr zupackten und die Löwen mehr Fehler machten, sie verloren unter anderem sechsmal den Ball. Folgerichtig sei der Vorsprung des Strobl-Teams auf neun Zähler (30:39) geschmolzen, das sich aber dank seines Forwards Martin Peterka wieder Luft verschaffen konnte. Der Big Man habe eine starke Leistung gezeigt und in den letzten vier Minuten dieses Abschnitts acht Punkte erzielt, die den Löwen eine komfortable 35:50-Führung zur Halbzeit bescherte.


Chmnitz fand in die Partie


Nach der Pause blieb das Strobl-Team anfangs stabil und hielt bis zur 24. Minute einen Vorsprung von 13 Zählern (47:60). Doch dann habe Chemnitz immer besser in die Partie gefunden, spielte mit mehr Energie und stoppte die Löwen mehrfach. Die spielten wiederum mit weniger Intensität und hatten in den ersten sechs Minuten dieses Viertels nur zehn Punkte erzielt, während die NINERS nach einem 11:0-Lauf im Nu auf 58:60 dran waren. Körben von der Freiwurflinie und einem Dreier von James Robinson in letzter Sekunde sei es zu verdanken gewesen, dass die Löwen in dieser Phase den Kopf aus der Schlinge zogen und weiter auf Siegeskurs blieben.

Sie seien mit einer 63:71-Führung in das letzte Viertel gegangen und erhöhten schnell auf 63:75. Doch dann sei bei den Löwen minutenlang gar nichts mehr gegangen. „Wir haben aufgehört zu spielen“, sagte Martin Peterka nach dem Spiel im TV-Interview bei MagentaSport. Und so kam es wie es nach der ersten Hälfte nicht zu erwarten war. Die Löwen verloren an beiden Enden des Feldes den Zugriff auf das Spiel, Chemnitz nutzte das zu einem weiteren 11:0-Lauf zum 74:75 und ging vier Minuten vor dem Ende erstmals seit dem ersten Viertel wieder in Führung (78:77). James Robinson stellte noch einmal den Ausgleich her, aber die NINERS waren nicht mehr zu stoppen. Mike, Thornton und schließlich ein weiter Dreier von Topscorer George King zum 87:83 besiegelten die unnötige Niederlage.


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