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Basketball-Löwen Braunschweig: Auswärtspremiere bei den Hamburg Towers



Basketball-Löwen: Auswärtspremiere bei den defensivstarken Hamburg Towers

Die Löwen treten das erste Mal in einem BBL-Spiel auswärts bei den Towers an.

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Symbolbild Foto: pixabay

Braunschweig. Für die Basketball-Löwen Braunschweig kommt es am heutigen Mittwoch zu einer Premiere: Sie treten erstmals in einem BBL-Spiel auswärts bei den Hamburg Towers an, ehe es nur drei Tage später zum Nachholspiel des 15. Spieltags - ebenfalls gegen die Hanseaten - in der Volkswagen Halle kommt. Die Mittwochspartie zwischen dem BBL-Siebten und den auf Rang elf platzierten Löwen beginnt um 19 Uhr in der edel-optics.de Arena. Dies teilen die Basketball-Löwen in einer Pressemitteilung mit.



Die Löwen würden nach ihrem souveränen Erfolg über die NINERS Chemnitz mit gestärktem Selbstbewusstsein in den Norden fahren. Sie hätten den Aufsteiger am Sonntag mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in die Schranken gewiesen und bereits zum zweiten Mal innerhalb von acht Tagen gezeigt, dass sie mit Druck umgehen und diesem standhalten können. Das erste Mal war den jungen Wilden von Headcoach Pete Strobl das am 6. März beim Auswärtssieg beim SYNTAINICS MBC gelungen, am vergangenen Sonntag konnten sie das gegen Chemnitz bekräftigen. „Wir haben schon Druck, wenn wir wissen, dass wir eine Chance haben zu gewinnen. Ich bin sehr stolz, wie wir uns als Mannschaft entwickelt haben“, sagte Strobl nach dem Spiel gegen die NINERS. Und der Löwen-Coach war umso glücklicher, dass sein Team dabei auch spielerische Fortschritte zeigte: „Nach dem Ausfall von Lukas Meisner mussten wir uns erst wieder neu finden und die beiden neuen Spieler Arnas Velička und Benedikt Turudic integrieren. Es braucht Zeit, bis man sich kennenlernt und als Team wieder zusammenwächst. Wir kommen mit unserem veränderten Kader jetzt langsam dahin, wo wir hinwollen.“ Ein Beleg dafür wären das gute Zusammenspiel und auch die Verteidigung gewesen: Die Löwen hatten gegen Chemnitz lediglich 77 Punkte zugelassen und am anderen Ende starke 29 Assists verteilt, sowie 61 Prozent ihrer Feldwürfe verwandelt.

Teams haben sich verändert



Auf dieser guten Leistung wolle das Strobl-Team aufbauen und den Schwung mit nach Hamburg nehmen, wo sie überhaupt erst zum zweiten Mal auf die Towers treffen. Das ursprünglich zum Jahresanfang angesetzte Spiel habe wegen der Löwen-Quarantäne auf den 20. März verschoben werden müssen und in der vergangenen Saison habe es nach dem Aufstieg der Nordstädter nur ein Duell gegeben. Das habe am 6. Dezember 2019 in der Braunschweiger Volkswagen Halle stattgefunden und ging damals mit 94:97 an die Gäste. Zum Rückspiel sei es aufgrund der Corona-Pandemie und des damit einhergehenden vorzeitigen Saisonendes nicht gekommen. Seitdem hätten sich beide Teams verändert, vor allem in Hamburg habe im letzten Sommer ein Umbruch stattgefunden. Erfolgscoach Pedro Calles wechselte von RASTA Vechta zu den Towers und habe dort einen neuen Kader aufgebaut, mit dem es schwungvoll in die neue Saison ging. Die Hanseaten seien mit fünf Siegen gestartet und mussten am 6. Spieltag ihre erste Niederlage gegen ratiopharm ulm hinnehmen. Zuletzt habe es der Calles-Mannschaft jedoch an Beständigkeit gefehlt, was nur zwei Siege aus den vergangenen sieben Spielen belegen. Dennoch hätten sie bei der gleichen Anzahl an bestrittenen Spielen wie die Löwen drei Siege mehr auf dem Konto und stehen auf dem siebten Platz (22:18).

Pedro Calles sei vor allem für seine defensiv-orientierte Spielphilosophie bekannt und die sei bislang sicherlich auch ein Faktor für die gute Tabellenposition. Die Towers würden im Schnitt 79 gegnerische Punkte zulassen und zählen damit zu den besten Defensivmannschaften der Liga. Zudem weisen sie durchschnittlich 9,3 Ballgewinne und 16,85 forcierte gegnerische Ballverluste in der Statistik auf, was beides Liga-Topwerte und Ergebnisse der aggressiven Hamburger Verteidigungsarbeit seien. Allerdings sollte man den Löwen-Gegner nicht auf seine Defensive reduzieren. Denn auch offensiv hätten die Towers allerhand zu bieten. „Als Dreh- und Angelpunkt kann Kameron Taylor bezeichnet werden. Er ist ein sehr talentierter Spieler und kann ein ,game changer’ sein“, so Strobl. Der ehemalige Bamberger Guard erhält bei Calles die meisten Spielminuten und liefert mit 13,1 Punkten, 5,5 Rebounds und 3,5 Assists im Schnitt ein starkes Allrounder-Paket. Offensive Unterstützung erhält er gleich von vier weiteren Spielern, die zweistellig punkten. Dazu zählen der kreative sowie schnelle Spielmacher T.J. Shorts (14 PpS; 5,1 ApS) und der reboundstarke Rookie-Center Maik Kotsar (13,3 PpS; 5,9 RpS). Der Ex-Göttinger Terry Allen (11,8 PpS, 34,3 Prozent Dreierquote) und Jordan Swing (11,2 PpS; 43,1 Prozent Dreierquote) zählen unterdessen zu den besten Dreierschützen der Towers, bei denen man definitiv auch Routinier Bryce Taylor nicht alleine an der 6,75-Meterlinie stehen lassen darf (6,6 PpS; 48,4 Prozent Dreierquote). Er gehört ebenso wie Nationalspieler Justus Hollatz, Verteidigungsminister Max DiLeo und Center Marvin Ogunsipe zur festen deutschen Rotation von Calles.



„Hamburg hat einen sehr starken Kader mit viel Qualität. Für uns wird es vor allem darauf ankommen, mit dem defensiven Druck klarzukommen, den sie ausüben. Damit geht einher, dass wir unbedingt auf den Ball aufpassen müssen - das wird ein wesentlicher Aspekt des Spiels sein“, sagt Strobl, bei dem zwei Spieler angeschlagen sind und hinter deren Einsatz morgen ein Fragezeichen stehe.


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