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Basketball Löwen Braunschweig gewinnen letztes Heimspiel der Saison gegen Bamberg



Braunschweig

Basketball Löwen gewinnen letztes Heimspiel der Saison gegen Bamberg

Die letzte Mini-Chance auf die Playoffs ist dennoch Geschichte. Gavin Schilling stellte mit 19 Rebounds einen neuen BBL-Saisonrekord auf.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Susanne Hübner

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Braunschweig. Die Basketball Löwen Braunschweig haben in ihrem letzten Heimspiel der Saison am Sonntag gegen den Tabellenachten Brose Bamberg ihre seit Wochen starke Form bestätigt und verdient mit 85:75 (47:35) gewonnen. Um sich weiterhin die Mini-Chance auf den letzten Playoff-Platz zu erhalten, hätten sie allerdings auch den direkten Vergleich für sich entscheiden und mindestens 15 Punkte mehr als die Gäste erzielen müssen. Das teilen die Basketball Löwen in einer Pressemitteilung mit.



Danach sah es zwischenzeitig sogar aus, als die Mannschaft von Headcoach Pete Strobl sich nach einem dominanten zweiten Viertel und vor den Augen von Bundestrainer Henrik Rödl Mitte des dritten Abschnitts einen 16-Punkte-Vorsprung erspielt hatte (60:44, 26. Minute). Allerdings schalteten die tiefbesetzten Gäste dann in Sachen Intensität und Härte einen Gang höher, brachten die Löwen damit aus dem Rhythmus und stellten in der 33. Minute den 66:66-Ausgleich her. Topscorer Martin Peterka (21 Punkte) und die jungen Wilden fanden nochmal zurück in die Spur und zogen wieder weg. Zu 15 Punkten Vorsprung reichte es aber trotz einer wiederholt starken Teamleistung nicht, bei der neben Peterka auch Gavin Schilling herausragte, der auf 15 Punkte kam und mit 19 Rebounds einen neuen BBL-Saisonrekord aufstellte.

Starke Verteidigungen auf beiden Seiten


Die intensive Partie war von Beginn an von starken Verteidigungen auf beiden Seiten geprägt. Deshalb taten sich beide Teams auch schwer, einen offensiven Rhythmus zu finden - was dem Champions League-Teilnehmer aus Bamberg allerdings zunächst etwas besser gelang. Der war schnell mit 0:6 in Führung gegangen und lag auch in der siebten Spielminute mit vier Zählern vorne (8:12). Insgesamt war es aber ein weitestgehend ausgeglichenes erstes Viertel, was sich auch in der Statistik so las. Da hatten die Bamberger bei den Feldwürfen nur marginal die Nase vorne (54 / 58 Prozent) und sich etwas mehr Punkte durch zweite Chancen erarbeitet, weshalb die Löwen mit einem knappen 19:22-Rückstand ins zweite Viertel gingen.


Das sollte sich jedoch bald ändern, was vor allem an Martin Peterka lag. Der Löwen-Big Man war im ersten Viertel ohne Wurfversuch geblieben, war aber im zweiten Viertel allein für die ersten 14 Punkte seiner Mannschaft verantwortlich und vor allem von der Dreierlinie heiß wie Frittenfett! Er netzte vier Dreier in Serie ein und weil er und sein Team auch gut verteidigten, konnten sich die Löwen auf acht Punkte absetzen (36:28, 16. Minute). Überhaupt war die Defensive neben einer nun flüssigen Offensive stark und ließ in diesem Abschnitt nur 13 Bamberger Punkte zu, während die Löwen 28 erzielten - darunter auch respektable acht Punkte aus vier Offensiv-Rebounds.

Bamberg kämpfte sich zurück


Mit einer 47:35-Führung gingen die Löwen folglich ins dritte Viertel, in dem sie sich angeführt von Karim Jallow und Gavin Schilling mit viel Zug zum Korb weiter absetzten und nach einem Tip-In von Peterka mit 16 Punkten vorne lagen (60:44, 26. Minute). Aber der Tabellenachte erhöhte jetzt merklich die Intensität, spielte sehr physisch und gestattete dem Strobl-Team in den verbleibenden Minuten bis zum Viertelende nur noch vier Zähler. Zudem hatte bei ihnen Guard Dominic Lockhart jetzt seine beste Phase in dieser Partie. Er erzielte acht Punkte und war mitentscheidend dafür, dass der Löwen-Vorsprung auf acht Zähler zum 64:56 nach 30 Minuten schmolz.

Bamberg blieb im letzten Viertel weiterhin am Drücker und glich über einen 10:0-Lauf zum 66:66 aus, während die Löwen ihren Rhythmus verloren. Das lag einerseits an der sehr physischen Spielweise des Tabellenachten und andererseits an einigen diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen, die zu Ungunsten der Löwen getroffen wurden. Pete Strobl rief sein Team deshalb noch einmal zu einer Auszeit und danach fanden die Löwen wieder zurück ins Spiel. Sie zogen Fouls und holten sich so Freiwürfe, trafen aber auch zwei Dreier und setzten sich wieder Stück für Stück ab. Gavin Schilling hatte zwei Minuten vor dem Spielende nach seinem insgesamt 18. Rebound in dieser Partie zum erneut zweistelligen Vorsprung getroffen (83:73). Aber es reichte bis zum Schlusspfiff nicht mehr, um auch noch den direkten Vergleich zu gewinnen.

Trainerstimmen zum Spiel:


Pete Strobl (Basketball Löwen Braunschweig): „Wir wollten unser letztes Heimspiel natürlich gewinnen. Wir wollten unsere letzte Chance nutzen. Am Ende waren es nicht genug Punkte. Aber ich hoffe, dass unsere Supporters, unsere Sponsoren und jeder, der hinter uns steht, sich mitfreuen können, dass wir gegen so einen Gegner gewinnen konnten. Das war heute wirklich viel Herz und eine Teamleistung von uns. Bamberg ist ein sehr gutes Team mit einem sehr tiefbesetzten Kader und sehr gut gecoacht. Dass wir gegen so einen Gegner gewinnen können zeigt, dass wir sehr gut miteinander und teamorientiert spielen, vor allem je länger die Saison dauert.“

Johan Roijakkers (Brose Bamberg): „Glückwunsch Pete Strobl und Braunschweig zum Sieg und zur guten Saison. Braunschweig hat in den letzten Spielen sehr guten Basketball gespielt, mit viel Energie und mit Zusammenspiel. Sie haben das heute auch wieder gemacht. Sie haben uns wirklich in Schwierigkeiten gebracht. Sie waren über 40 Minuten die bessere Mannschaft, auch wenn wir nochmal rangekommen sind. Aber am Ende war das ein verdienter Sieg für Braunschweig.“


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