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Basketball Löwen unterliegen beim Tabellenführer



Braunschweig

Basketball Löwen unterliegen beim Tabellenführer

Die Basketball Löwen haben am gestrigen Mittwoch gegen MHP RIESEN Ludwigsburg gespielt.

Archivbild.
Archivbild. Foto: Susanne Hübner

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Braunschweig. Die weiterhin dezimierten Basketball Löwen Braunschweig haben den Tabellenführer MHP RIESEN Ludwigsburg am gestrigen Mittwochabend in einer intensiven Partie ordentlich gefordert und sich wacker geschlagen. Allerdings wäre bei ihrer 81:74-Niederlage (43:38) vielleicht mehr drin gewesen, wenn die defensivstarken Hausherren nicht von 21 – häufig forcierten – Braunschweiger Ballverlusten profitiert und keine 14 Offensiv-Rebounds gegriffen hätten. Dies teilen die Basketball Löwen in einer Pressemitteilung mit.



Das Ludwigsburger Top-Team hätte dadurch im gesamten Spiel 25 Würfe mehr als die Löwen (73/48). Allerdings habe die Verteidigung der Löwen den Ludwigsburgern zu schaffen gemacht, weshalb ihre Würfe über weite Strecken nur bei mäßiger Quote (40 Prozent) fielen und die jungen Wilden so bis zur 28. Minute (58:54) an dem Favoriten dranblieben. Doch hätten den Gastgebern und ihrem starken Guard Jaleen Smith (26 Punkte, 6 Assists und 5 Ballgewinne) dann fünf starke und treffsichere Minuten gereicht, um sich entscheidend auf 73:56 abzusetzen (33. Minute). Diesen Rückstand hätten die kämpferischen Löwen noch verkürzen können, aber gegen die ausgebufften Ludwigsburger nicht mehr wettmachen. Auf Braunschweiger Seite trafen fünf Spieler zweistellig, das Kapitäns-Duo Karim Jallow (17) und Lukas Meisner (15 und 9 Rebounds) war am erfolgreichsten. Bazou Koné fehlte erneut mit Rückenproblemen, während Neuzugang Arnas Velicka aufgrund der Quarantäne-Bestimmungen noch nicht mitwirken konnte.

Es sei ein bisschen Zeit vergangen, bis die Löwen ihren ersten richtigen Angriff laufen konnten. Der Grund: In den Anfangsminuten verloren sie aufgrund des Ludwigsburger Verteidigungsdrucks gleich viermal in Folge den Ball. Der Tabellenführer habe deshalb zwar zunächst mit 5:0 in Führung gehen können, hätte aber auch Probleme mit der Löwen-Verteidigung gehabt und traf nur magere 35 Prozent seiner Feldwürfe. So kamen die jungen Wilden von Pete Strobl heran und blieben an den RIESEN dran. Außerdem hatten sie erneut einen „heißen“ Lukas Meisner in ihren Reihen. Der erzielte zehn Punkte und war wesentlich dafür verantwortlich, dass sein Team nach dem ersten Viertel nur mit 19:20 zurücklag.


Anschließend zogen die Gastgeber zunächst auf 28:21 davon. Doch obwohl die Löwen weiterhin mit ihren Ballverlusten haderten, kamen sie über Martin Peterka und Karim Jallow zurück (31:30, 16. Minute) und machten den RIESEN das Leben schwer. Sie zwangen das Patrick-Team mit ihrer Zonenverteidigung zu vielen Dreipunktewürfen, die selten fielen: 29 Prozent (7/24) lautete die maue Halbzeit-Bilanz. Allerdings hatten die Ludwigsburger durch die Löwen-Ballverluste (12) und viele Offensiv-Rebounds (10) deutlich mehr Würfe. 43-mal warfen sie in der ersten Hälfte auf den Korb, aber bei nur 37-prozentiger Quote. Die Löwen trafen mit 63 Prozent aus dem Feld deutlich besser, bekamen jedoch „nur“ 24 Würfe und vergaben zudem fünf Freiwürfe. Das führte zu einem 43:38-Rückstand nach 20 Minuten.

Nach dem Seitenwechsel starteten die Löwen mit einem 0:8-Lauf gut (43:46) und spielten gegen den nach wie vor hohen Ludwigsburger Druck auch mit wesentlich mehr Ballkontrolle. Die RIESEN hätten sich aber nicht überrumpeln lassen und so sei das Spiel weiterhin eng und intensiv geblieben. Bis zur 28. Minute waren die dezimierten Löwen am Tabellenersten dran (58:54), bis dieser in Andrew Warren einen verlässlichen Dreierschützen gefunden hatte. Der Routinier war mit zwei Dreiern an acht Ludwigsburger Punkten binnen 90 Sekunden entscheidend beteiligt und sorgte dafür, dass die Strobl-Mannschaft nach drei Vierteln mit zehn Punkten zurücklag (66:56).

Zwischen der 28. und 32. Minute kamen die Löwen nur auf zwei Punkte, während die RIESEN ihre stärkste Phase hatten, 15 Zähler markierten und sich mit 73:56 die höchste Führung erspielten. Das Strobl-Team ließ die Köpfe aber nicht hängen und kämpfte sich noch einmal zurück. Zuerst verkürzten Jallow und Peterka per Dreier auf 75:67 (35. Minute), dann gelang nach weiteren sechs Zählern in Folge das 78:73 (38. Minute). Doch die Hausherren um ihren überragenden MVP-Kandidaten Jaleen Smith wurden nach zuvor 13 Siegen in Folge nicht nervös und besiegelten die Löwen-Niederlage mit Punkten von der Freiwurflinie.


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