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Bau- und Umweltausschuss informiert über Altlast Florentz



Goslar

Bau- und Umweltausschuss informiert über Altlast Florentz

von Nino Milizia


Der Bau- und Umweltausschuss wird morgen über den Sachstand der Altlast Florentz informiert. Foto: Landkreis
Der Bau- und Umweltausschuss wird morgen über den Sachstand der Altlast Florentz informiert. Foto: Landkreis Foto: Landkreis Goslar

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Goslar. Im morgigen Ausschuss für Bauen und Umwelt werden die Mitglieder über den Sachstand der Altlast Florentz am Standort Morgenstern in Kenntnis gesetzt. Die Gesamtausgaben sollen sich bis 2019 auf 3.470.000 Euro erhöhen.



Monitoring


Aus der Vorlage des Ausschusses geht hervor, dass die Leistungen zum intensiven Monitoringprogramm zur Untersuchung des Grundwassers, des Oberflächenwassers und des Sickerwassers hinsichtlich der Überwachung des Gesamtstandortes (Altlast Florentz und Hausmüll- und Bauschuttdeponie Morgenstern) unerlässlich sind und deshalb auch im Jahr 2016 und in den Folgejahren durchgeführt werden. Bis jetzt haben Beprobungen im März, im Juni und im September stattgefunden. Die nächste Probenahme im Jahr 2016 findet im Dezember statt.

Weitere Erkundungsbohrung



Derzeit wird eine rund 200 Meter tiefe Bohrung nebst Ausbau zu einer Grundwassermessstelle auf die Verbindungsstrecke zwischen den ehemaligen Gruben Morgenstern und Fortuna, die zu Zeiten des Erdabbaus für den Transport der Morgensternerze nach Fortuna zur Aufbereitungsanlage genutzt wurde, geplant. Mit der Errichtung dieser Grundwassermessstelle wird es möglich sein, verbindliche Aussagen dahingehend zu treffen, ob und in welcher Menge es zu Austrägen aus der Altlast Florentz in Richtung der Grube Fortuna kommt. Diese Untersuchungen sind die Grundlage für den weiteren Umgang mit der Altlast Florentz.

Sanierungsuntersuchungen GWM Sohle 2


Derzeit wird laut Vorlage eine weitere regelmäßige Phasenentnahme aus der Sohle 2, in der im Jahr 2014 die erheblichen unterirdischen Verunreinigungen gefunden wurden, in Abständen von 3 Monaten geplant. Die rechtlichen Anforderungen und weitere Details wie zum Beispiel der Entsorgungsweg der Phase werden derzeit geprüft.

Pumpensteigleitungen Schachthalle


Im Mai 2016 wurden die Steigleitungen in der Schachthalle erkundet. Es wurde jeweils eine Tiefe von 27 beziehungsweise 29 m unter der Geländeoberkante erreicht. Darunter folgt eine sperrende, pastöse Schicht. Mittels Lufthebeverfahren wurde versucht, die Steigleitungen weiter zu erkunden. Dieser Versuch schlug fehl, sodass die Steigleitungen nicht weiter zugänglich sind. Hinsichtlich der Frage, wie mit den Steigleitungen, der Schachthalle und deren Umfeld letztendlich umgegangen wird, sollen zunächst die Ergebnisse der Erkundungen im Umfeld der Schachthalle sowie die Ergebnisse der Verbindungsstreckenbohrung abgewartet werden.

Erkundung von Leitungen und Stollen außerhalb der Schachthalle


Erkundet wurden bereits das Oberflächenentwässerungssystem (Lage, Tiefe der Leitungen) sowie die Leitungen, die von der Schachthalle in Richtung Morgenstern abgehen. Mittlerweile wurden im April/Mai 2016 zwei Leitungen (Druckluft- und Wasserleitung), die aus der Schachthalle herauskommen, gefunden. Im September 2016 wurden diverse Kamerabefahrungen im Umfeld der Schachthalle durchgeführt (RW-Kanal, Druckluft- und Wasserleitung, Entwässerungsleitung Richtung Morgenstern). Derzeit werden die Ergebnisse ausgewertet und in einen Gesamtbericht einfließen.

Diese Maßnahmen werden voraussichtlich bis zum Jahr 2019 abgeschlossen werden. Derzeit wurden Mittel in Höhe von 1.625.000 Euro ausgegeben. In der mittelfristigen Finanzplanung werden für die Haushaltsjahre 2018 und 2019 jeweils eine Million Euro als Sicherheitsbetrag, mit einem Finanzierungsschlüssel 60 Prozent Land zu 40 Prozent Landkreis Goslar, ausgewiesen.


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