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Bauboom: In 15 Prozent der Fälle war Geduld gefragt



Braunschweig

Bauboom: In 15 Prozent der Fälle war Geduld gefragt

von Eva Sorembik


Mehr als 1.200 Bauanträge hatte die Bauverwaltung im vergangenen Jahr zu bearbeiten. Symbolfoto: pixabay
Mehr als 1.200 Bauanträge hatte die Bauverwaltung im vergangenen Jahr zu bearbeiten. Symbolfoto: pixabay Foto: pixabay (Public Domain)

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Braunschweig. Vom Antrag bis zur Genehmigung dauert es im Durchschnitt 99 Tage. So lange müssen sich Bauherren in der Löwenstadt gedulden bis sie im vergangenem Jahr die begehrte Baugenehmigung in den Händen halten. Dies geht aus einer Statistik der Stadt hervor, die am heutigen Mittwoch im Planungs- und Umweltausschuss auf der Tagesordnung steht.



DieBearbeitungszeitenfallen naturgemäß sehr unterschiedlich aus, berichtet die Stadt. Ein erheblicher Teil der Bauanträge werde in kurzer Zeit bearbeitet: So konnten 44 Prozentder Verfahren bereits innerhalb von 40 Kalendertagen erledigt werden. 70 Prozentaller Anträge und Anfragen sindnach drei Monatenerledigt. Nur in 15 Prozent der Fälle müssten sich die Antragsteller länger als fünf Monate gedulden. Die Ursachen für die lange Bearbeitungszeit seien vielfältig: Nach Informationen der Stadt hätten Stichproben ergeben, dass es unter anderen an fehlenden Unterlagen und mangelnder Mitwirkung der Bauherren liege.

Gesteigerte Nachfrage in der Löwenstadt


Die Anzahl der im Referat Bauordnung erteilten Baugenehmigungen ist innerhalb der letzten drei Jahre um rund 10 Prozentgestiegen. Waren es im Jahr 2014 noch 1.133 Anträge, hatte die Stadt im vergangenem Jahr bereits 1.242 Baugenehmigungen,einschließlich Bauvorbescheiden, Befreiungen und Abweichungen, zu verzeichnen.


Die Bauverwaltung habe in den letzten Jahren großflächig die Entwicklung von Wohnbauflächen vorangebracht, um dem steigenden Bedarf an Wohnungen und Bauplätzen begegnen zu können, resümiert die Stadtverwaltung in der Informationsvorlage. Der gesamtstädtische Stellenwert im Bereich Wohnen sowie dessen hohe Nachfrage habe sich bisher und werde sich auch noch zukünftig deutlich auf das Arbeitsvolumen der Bauaufsicht auswirken.

Die Anzahl der Anträge für große und teilweise komplexe Wohnbauvorhaben, die im Verhältnis zu Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem signifikant höheren Bearbeitungsaufwand verbunden seien, hätte stark zugenommen, heißt es weiter. 2017 seien 1.069 Wohneinheitengenehmigtworden.


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