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Wolfsburg: BBS Carl-Hahn-Schule wird Distanzlernzentrum für Bankkaufleute



BBS Carl-Hahn-Schule wird Distanzlernzentrum für Bankkaufleute

Die Schule wurde für das Projekt "Digitales Lernen 4.0 – Distanzlernen/BBS" im Rahmen des Masterplans Digitalisierung des Niedersächsischen Kultusministeriums ausgewählt.

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abc Foto: pixabay

Wolfsburg. Die Carl-Hahn-Schule strebt permanent den Ausbau der digitalen Transformation an und hat dazu jetzt eine besondere Gelegenheit erhalten: "Die Schule wurde für das Projekt "Digitales Lernen 4.0 – Distanzlernen/BBS" im Rahmen des Masterplans Digitalisierung des Niedersächsischen Kultusministeriums ausgewählt. Sie wird durch die damit verbundenen Zuwendungen des Landes und der Stadt Wolfsburg in die Lage versetzt, ein Distanzlernzentrum für den Ausbildungsberuf der Bankkaufleute aufzubauen und einzurichten", blickt Stadträtin Iris Bothe, Dezernentin für Jugend, Bildung und Integration, in einer Pressemitteilung der Stadt in die Zukunft.



Die vorhandene Infrastruktur der Schule mit der Plattform IServ, der Anbindung an die Niedersächsische Bildungscloud, das bereits vorhandene offene Lernzentrum LeO sowie die "Digital Workstation" würden eine sehr gute Grundlage für den Aufbau des Distanzlernzentrums bieten. Durch das Förderprojekt des Landes erhalte die Schule die Möglichkeit, den Distanzunterricht mit einer professionellen Sachausstattung zu erproben und durchzuführen. Geplant ist ein vollständig digital ausgestatteter Klassenraum. Neben einem Klassensatz Tablets und einem interaktiven TFT-Bildschirm würden digitale Working-Lounges für Beratungssituationen eingerichtet. So solle der Umgang mit modernen Medien bei den Schülern gefördert werden, um sie damit noch besser auf Veränderungen der Berufswelt vorzubereiten.

"Zur Grundausstattung zählen unter anderem digitale Arbeitsplätze, Laptop- und Tablet-Klassensätze sowie Working-Lounges. Reliquien wie Kreidetafel und Overheadprojektoren gehören längst der Vergangenheit an", erklärt die Projektverantwortliche Christiane Franke-Otto.



"Ziel ist es, mit einer Mischung aus Präsenz- und Distanzunterricht Mobilitäten zu reduzieren und eine wohnort- und betriebsnahe Beschulung zu ermöglichen. Damit bildet der Standort Wolfsburg für den Ausbildungsberuf der Bankkaufleute eine besonders exzellente Adresse", unterstreicht Schulleiterin Sabine Fredersdorf-Crome.


Da auch die Lehrkräfte durch den Einsatz neuer Technologien und Unterrichtsmethoden ständig neue Herausforderungen bewältigen müssten, würden sie weiterhin in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung qualifiziert. Die Ergebnisse aus dem Pilotprojekt sollen anschließend auch auf andere Ausbildungsgänge übertragen oder für die Konzeption von Weiterbildungsangeboten im Blended-Learning-Format (Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht) verwendet werden.

Kernkompetenzen in der Ausbildung entwickeln


In der Arbeitswelt nehme die digitale Transformation einen immer größeren Stellenwert ein, was bedeute, dass sich durch den Einsatz digitaler Technologien die Anforderungen an die Arbeitskräfte stetig verändern. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass im Berufsleben Veränderungsprozesse selbständig erkannt werden und sowohl orts- und zeitunabhängig, aber auch selbstorganisiert gearbeitet werde. Damit die Bewältigung dieses modernen Berufsalltages gelingt, müssten wichtige Kernkompetenzen bereits in der Ausbildung entwickelt werden. Die Carl-Hahn-Schule (CHS) Wolfsburg sei für diese zukünftigen Entwicklungen sehr gut aufgestellt. So wurden und werden zahlreiche Projekte zu Themen der Digitalisierung durchgeführt. In diesem Zusammenhang habe die Schule im Jahr 2020 die Auszeichnung "Digitaler Ort Niedersachsen" erhalten.


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