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Benefizkonzert für Jens Prügner: Via Video soll er das Konzert sehen

Jens Prügner ist noch in der Klinik. An dem für ihn ausgerichteten Benefizkonzert kann er nicht selber teilnehmen. Aber er soll es per Video sehen können.

von Anke Donner


Jens Prügner wurde nun in München operiert. Das Konzert kann er nicht vor Ort verfolgen.
Jens Prügner wurde nun in München operiert. Das Konzert kann er nicht vor Ort verfolgen. Foto: Familie Prügner

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13.10.2020

Region. Vor einigen Wochen ging ein Spendenaufruf der Wolfsburgerin Nina Prügner-Zappert durch die Medien. Sie bat um Unterstützung, damit sie ihren Mann während seiner Krebsbehandlung begleiten kann. Dieser Hilferuf hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Gefühlt begleitet nun eine ganze Region Nina Prügner-Zappert und ihren Mann bei ihrem Kampf gegen eine heimtückische Krankheit.



Jens Prügner, zweifacher Familienvater aus Wolfsburg, ist im Mai an Speisenröhrenkrebs erkrankt. Seine Heilungschancen sind schlecht. Und doch hat er sich nun einer schweren Operation in München unterzogen. In einem mehrstündigem Eingriff wurde ihm der Primärtumor an der Speiseröhre entfernt. Ein Eingriff, der ihm vermutlich nicht das Leben retten wird, aber ihm etwas mehr Zeit mit seinen Lieben verschaffen soll. Jens Prügner liegt nach der Operation noch auf der Intensivstation und ist sehr geschwächt, erzählt Nina Prügner-Zappert im Gespräch mit regionalHeute.de. "Ich hatte gehofft, dass er nach einer Woche wieder so weit fit ist. Aber leider ist er nicht immer sehr schwach und muss beatmet werden", sagt die junge Mutter zweier kleiner Kinder. Dass ihr Mann jetzt möglichst schnell wieder zu Kräften kommt, ist wichtig, sagt sie. "Es sollen in einer weiteren Operation noch Tumore in den Lymphknoten am Hals entfernt werden. Ich habe natürlich Angst, dass, wenn wir länger warten, sich alles weiter ausbreitet", sagt sie und zeigt sich dennoch kämpferisch. Denn sie ist sich der Unterstützung ihrer Familie, Freunde und so vieler Fremder mehr als bewusst. Das hilft ihr dabei, positiv zu denken. "Ich denke immer positiv. Das muss ich auch - schon für Jens", sagt sie.


Jens Prügner mit seiner Tochter. Der 40-Jährige ist an Speiseröhrenkrebs erkrankt. Eine Operation in München soll im nun noch etwas Zeit mit seiner Familie verschaffen. Foto: Familie Prügner


Derzeit ist Nina Prügner-Zappert bei ihrem Mann in München. Sie hat ihre zwei Kinder dabei und die Schwester ihres Mannes. So kann sie immer an der Seite ihres Mannes sein. "Ich denke aber, ich werde morgen erstmal wieder nachhause fahren. Dort habe ich ja auch Verpflichtungen. Und meine Schwägerin auch. Aber eigentlich möchte ich nicht und würde viel lieber hier bei meinem Mann bleiben. Am Sonntag werde ich dann aber schon wieder zurück nach München fahren", erzählt Nina Prügner-Zappert. Aus dem fernen München hat sie aber eine große Bitte. "Ich würde mich so freuen, wenn ganz viele Menschen zu dem Benefizkonzert nach Wolfenbüttel kommen und dort ihre Verbundenheit zu Jens zeigen. Das wäre toll. Ich weiß noch nicht, ob ich dabei sein werde. Das kommt ganz darauf an, wie es Jens geht. Aber ich würde es toll finden, wenn wir Jens via Video an dem Konzert teilhaben lassen können. Das würde ihn ganz sicher freuen und aufmuntern", wünscht sie sich.

Benefizkonzert darf stattfinden


Der Musiker Mark Beerell hat für Jens Prügner ein Benefizkonzert in Wolfenbüttel organisiert. Das Konzert soll genutzt werden, um Spenden für die Familie von Jens Prügner zu sammeln. Denn der Aufenthalt und die Reisen nach München kosten viel Geld. Der Musiker hat nicht einen Moment gezögert und das Konzert organisiert. Nun hat er auch die Freigabe des Gesundheitsamtes erhalten und das Konzert darf stattfinden. Auf der Bühne am Schmidt Terminal sollen am 24. Oktober Musiker wie The Beg On, Tisch 39, Fizzy Lizzy, DJ Torsten und natürlich Mark Beerell auftreten und für einen musikalischen Abend sorgen. Karten gibt es unter www.corona-anmeldung.de.. Die Plätze sind begrenzt. Wer also einen schönen Abend bei guter Musik verbringen möchte und dabei auch noch Gutes tun will, der sollte sich das Konzert nicht entgehen lassen. "Es geht dabei gar nicht mehr so sehr um die Spenden, sondern darum, gemeinsam beieinander zu sitzen und an Jens zu denken", sagt Nina Prügner-Zappert und hofft, dass viele Menschen zum Konzert kommen.


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