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Beratungstag für Betroffene von SED-Unrecht



Goslar

Beratungstag für Betroffene von SED-Unrecht


Archivfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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Goslar. In Goslar wird ein Beratungstag für SED-Opfer am Dienstag, 23. Mai, in der Zeit von 10 bis 15 Uhr angeboten. Veranstaltungsort ist der Besprechungsraum im II. OG (Raum-Nr. 247) im Dienstgebäude der Landkreisverwaltung in der Klubgartenstraße 11 in 38640 Goslar.



Auch gut ein Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall und der Deutschen Wiedervereinigung leben in Niedersachsen noch zahlreiche Opfer des SED-Regimes. Um möglichst viele Betroffene ortsnah über bestehende Hilfs- und Leistungsangebote zu informieren, organisiert das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport (Referat 46) alljährlich Beratungstage vor Ort. Die Beratungen werden von fachkompetenten Vertretern der Opferverbände und des Niedersächsischen Netzwerks für SED- und Stasiopfer sowie Fachleuten aus Sachsen-Anhalt unterstützt. Einige Berater waren selbst Opfer der Diktatur in der DDR.

Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:

zu Unrecht Inhaftierte,
Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,


Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,
Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.

Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.

Weiterhin erfolgt eine Beratung zu: Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung), Monatlichen Zuwendung („Opferrente“), Kinderheimen, Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung.

Telefonische Rückfragen sind am Beratungstag während der vor genannten Sprechzeiten unter der Rufnummer (05321) 76-168 möglich. Das Beratungsangebot kann ohne Voranmeldung genutzt werden. Der Besprechungsraum ist barrierefrei erreichbar.


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