Bericht: "Sächsische Separatisten" trafen Neonazi in Wien

Die Verbindungen der mutmaßlichen Terrorgruppe "Sächsische Separatisten" nach Österreich reichen offenbar weiter als bekannt.

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Wien, Österreich (Archiv)
Wien, Österreich (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Dresden. Die Verbindungen der mutmaßlichen Terrorgruppe "Sächsische Separatisten" nach Österreich reichen offenbar weiter als bekannt. Wie aus Ermittlungsakten hervorgeht, über die der "Spiegel", der "Standard" und der MDR berichten, trafen der mutmaßliche Kopf der "Sächsischen Separatisten" und seine ebenfalls beschuldigten Brüder im August 2023 in Wien einen der bekanntesten Neonazis Österreichs. Das Treffen wurde demnach von den Behörden observiert.


Der Österreicher hatte in den Achtzigerjahren in Österreich eine Gruppierung gegründet - bei Wehrsportübungen wurde jungen Männern teils beigebracht, lautlos zu töten. In der Gruppe war auch der Vater des Anführers der "Sächsische Separatisten" aktiv, später saßen er und der Österreicher mehrere Jahre im Gefängnis.

Acht mutmaßliche Mitglieder der "Sächsischen Separatisten" waren im November 2024 verhaftet worden. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen vor, sich mit paramilitärischen Trainings auf einen "Tag X" vorbereitet zu haben, an dem die staatliche Ordnung zusammenbreche.

Die Verteidigung hatte Terrorpläne bestritten, es handle sich nur um eine "Wandergruppe". Der Anwalt des Österreichers teilte den Medien mit, sein Mandant habe mit den "Sächsischen Separatisten" nichts zu tun, mit wem dieser sich "privat trifft oder nicht", gehe niemanden etwas an.