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Berufsbildungszentrum der Lebenshilfe: Grundstein gelegt



Braunschweig

Berufsbildungszentrum der Lebenshilfe: Grundstein gelegt

von Nick Wenkel


Von links: Dr. Hans-Joachim Beinroth (Vorsitzender der Lebenshilfe), Dr. Andrea Hanke (Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend), Detlef Springmann (Geschäftsführer Lebenshilfe) bei der Grundsteinlegung in der Fabrikstraße in Braunschweig. Fotos: Nick Wenkel
Von links: Dr. Hans-Joachim Beinroth (Vorsitzender der Lebenshilfe), Dr. Andrea Hanke (Dezernentin für Soziales, Schule, Gesundheit und Jugend), Detlef Springmann (Geschäftsführer Lebenshilfe) bei der Grundsteinlegung in der Fabrikstraße in Braunschweig. Fotos: Nick Wenkel Foto: Archiv

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Braunschweig. Um die Zukunft von jungen Menschen mit Beeinträchtigung gewährleisten zu können, hat sich der Verein Lebenshilfe Braunschweig dazu entschieden, zehn Millionen Euro in ein neues Berufsbildungszentrum zu investieren. Am heutigen Mittwoch wurde der Grundstein gelegt.



Entstehen wird ein Gebäude in der Fabrikstraße 1F, in dem neben den unterschiedlichen Gewerken auch Verwaltungs- und Konferenzräume eingeplant wurden. DasGrundstück ist knapp 10.000 Quadratmeter groß und die Gebäudefläche 3.065 Quadratmeter. Alle Etagen zusammen gerechnet, ergibt dies eine Gesamtfläche von5.083 Quadratmetern.

Möglichkeit für vielfältige Module


Trotzdem der Bau des Gebäudes schon relativ fortgeschritten ist, wurde dennoch ein kleiner Platz für die Grundsteinlegung am heutigen Mittwoch gefunden. Als Vertreter der Lebenshilfe waren der Vorsitzende Dr. Hans-Joachim Beinroth, Geschäftsführer Detlef Springmann sowie Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke für die Stadt Braunschweig vor Ort. „Mit diesem Berufsbildungszentrum ermöglichen wir vielfältige theoretische und praktische Module, gebündelt an einem Ort. Im Fokus steht eine individuell abgestimmte, also personenzentrierte Ausbildung. Dafür haben wir Fachpersonal und nun auch einen Bau, der einem modernen Standard mit aller notwendigen Technik für unterschiedliche Arbeitsabläufe und Schulungen entspricht“, betont Detlef Springmann.



Dirk Michaelek und Natalie Dittrich von der Lebenshilfe Braunschweig bei der Grundsteinlegung. In einer silbernen Vorrichtung wurden typische Gegenstände für zukünftigen Arbeitsbereiche verschlossen und als Glücksbringer im Fundament hinterlegt. Foto: Archiv


Hanke: Mutiger und richtiger Schritt


Etwa 120 Auszubildende finden Platz für ihren Start ins Berufsleben, und das für unterschiedliche Gewerke: Dazu gehören Küche, Hauswirtschaft, Bürodienste, Metall- und Holzverarbeitung. Zwei Jahre dauert die Ausbildung, die mit einem entsprechenden Abschlusszertifikat beendet wird. „Doch auch danach gibt es immer wieder Möglichkeiten, sich weiter zu bilden und zu qualifizieren – lebenslanges Lernen ist heute auch für Menschen mit Beeinträchtigung oft schon eine Selbstverständlichkeit“, erläutert Detlef Springmann. Für Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke ist dafür am heutigen Mittwoch sinnbildlich der Grundstein gelegt worden. „Das neue Berufsbildungszentrum und die große Investition von zehn Millionen Euro ist einer mutiger Schritt in die richtige Richtung und bildet die Basis für wichtige Projekte im Sinne der Inklusion", erklärte sie. Gleichzeitig richtete sie Grüße von Braunschweigs Oberbürgermeister Ulrich Markurth aus, der gerne an diesem wichtigen Tag da gewesen wäre, aber terminlich verhindert war.


Dr. Andrea Hanke ist der Überzeugung, dass das Berufsbildungszentrum Synergieeffekte für alle Beteiligten schafft. Foto: Archiv


Grundstein für berufliche Chancen


„In unserer gesamten Vereinsgeschichte haben wir noch nie ein Bauprojekt in dieser Größenordnung realisiert“, erklärt Dr. Hans-Joachim Beinroth als Vorsitzender. „Aber wir haben uns mit Bedacht für dieses neue Zentrum entschieden: Schließlich geht es um eine zeitgemäße und zugleich zukunftssichere Ausbildung von jungen Menschen mit Beeinträchtigung. Damit legen wir nicht nur heute einen Grundstein für das Gebäude, sondern auch langfristig einen Grundstein für die beruflichen Chancen von hunderten junger Menschen auf einem anspruchsvollen Arbeitsmarkt.“


Der Bau des Gebäudes schreitet mit großen Schritten voran. Foto:


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