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Beschäftigte bei Altran wählen Betriebsrat


Ein Signal an andere Entwicklungsdienstleister. Symbolfoto: Pixabay
Ein Signal an andere Entwicklungsdienstleister. Symbolfoto: Pixabay Foto: Pixabay

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16.10.2017

Wolfsburg. Wie die IG Metall mitteilt, haben die Beschäftigten des Wolfsburger Standortes Altran am 26. September erstmalig einen Betriebsrat gewählt. Damit verfügt ein weiterer großer Entwicklungsdienstleister in Wolfsburg über weitreichende Mitbestimmungsstrukturen.


Mit Unterstützung der IG Metall Wolfsburg sollen nun die Interessen der Belegschaft gegenüber dem Arbeitgeber vertreten werden.

In Wolfsburg stehen die Entwicklungsdienstleister unter einem enormen Wettbewerb. Die Konkurrenz sorgt innerhalb der Branche für einen hohen Preisdruck. „Die Beschäftigten bei Altran wollen auch in einer schwierige wirtschaftlichen Lage Sicherheit und wählten darum einen Betriebsrat“, erklärt Lothar Ewald, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Wolfsburg.

Die elf frisch gewählten Betriebsräte starten nun sofort in die ersten Qualifizierungsmaßnahmen, um möglichst bald als kompetente Ansprechpartner vor Ort für die Beschäftigten da zu sein. „Es gibt viel zu tun“, so Jürgen Heinrich, Vorsitzender des Betriebsrates. „Mit der Unterstützung des Gesamtbetriebsrates bei Altran und der IG Metall werden wir sofort mit unserer Arbeit beginnen. Es kann nicht sein, dass der aktuelle Preisdruck ungehemmt an die Belegschaft weitergereicht wird“. An zu bearbeitenden Themen mangelt es dem neuen Betriebsrat nicht. „Schon der Wahlvorstand wurde auf eine Vielzahl an Themen hingewiesen, die der Belegschaft wichtig ist“, so Rouven Lange, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates.

Ein Signal an andere Entwicklungsdienstleister


Das Unternehmen Altran ist aktuell mit über 500 Beschäftigten in Wolfsburg vertreten. Für diesen Standort ist es das erste Mal, dass ein Betriebsrat gewählt wird. „Nicht alle Entwicklungsdienstleister in Wolfsburg verfügen über Mitbestimmungsstrukturen. Doch dort wo sie etabliert sind, sind die Arbeitsbedingungen für die Belegschaft deutlich besser“, erklärt Kai-Martin Winter, Politischer Sekretär der IG Metall Wolfsburg und Betriebsbetreuer für Altran.

Die IG Metall Wolfsburg möchte mit ihrer Offensive bei den Entwicklungsdienstleistern auch ein Signal an die Beschäftigten der anderen Unternehmen senden, die noch kein Betriebsrat haben. „Wir wollen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern bei den Entwicklungsdienstleistern dabei Unterstützen für ihre Interessen einzutreten. Meldet euch bei uns!“, so Kai-Martin Winter.


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