Braunschweig

Bessere Bildqualität und geringerer Strahlung


Mit dem neuen Angiographiegerät können Oberarzt Dr. Harald Sahl und die Medizinisch-technische Radiologie-Assistentin Sabine Salié in den menschlichen Körper schauen. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe
Mit dem neuen Angiographiegerät können Oberarzt Dr. Harald Sahl und die Medizinisch-technische Radiologie-Assistentin Sabine Salié in den menschlichen Körper schauen. Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe Foto: Klinikum Braunschweig/Jörg Scheibe

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21.07.2016


Braunschweig. Das Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin unter Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Schörner verfügt über ein neues Angiographiegerät. Es hat das bisherige Parallel- beziehungsweise Ersatzgerät abgelöst. Da bereits 2010 das Hauptgerät ersetzt worden war, verfügt der von Oberarzt Dr. Harald Sahl geleitete Bereich „Invasive diagnostische und therapeutische Angiographie“ nun über zwei zeitgemäße Angiographiearbeitsplätze. „Damit sind wir jetzt in der Lage parallel zu laufenden Eingriffen auch komplexe Notfallbehandlungen wie zum Beispiel die Wiedereröffnung verschlossener Hirngefäße bei akuten Schlaganfällen durchzuführen“, so Dr. Sahl.

Bei der Demonstration des neuen Gerätes verweisen er und die Medizinisch-technische Radiologie-Assistentin (MTRA) Sabine Salié auch auf die technischen Vorzüge des Neugeräts: Arbeitete der Bildverstärker des Vorläufergerätes noch überwiegend analog, so verfüge das neue Gerät über eine nahezu durchgängig digitale Bildgebung. „Dadurch ist die Bildqualität deutlich besser“, betont Dr. Sahl. Zweiter Vorteil: „Die Röntgenstrahlendosis am Patienten und somit auch die Streustrahlendosis für das Personal im Kontrollbereich (Untersuchungsraum) ist geringer“, ergänzt Sabine Salié. Eingesetzt wird die invasive Angiographie zur Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen. Dazu gehören verengte oder gar verschlossene Blutgefäße, krankhafte Gefäßerweiterungen (sogenannte Aneurysmen) oder Gefäßmissbildungen. Durch die Angiographie können die Blutgefäße mit Hilfe von Kontrastmittel röntgendiagnostisch untersucht werden. Rege genutzt wird das neue Gerät auch von den Neurochirurgen für bildgestützte Schmerztherapien. Für das Angiographiegerät, die notwendigen Umbaumaßnahmen und die technische Ausstattung hat das Klinikum rund 420.000 Euro investiert.

Im Klinikum wurden zuletzt jährlich zirka 400 invasive diagnostische Angiographien und 400 angiographische Interventionen durchgeführt. Dabei spielen neben der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) und Dialyseshunts, neuroradiologische Indikationen eine wichtige Rolle. Um das gefragte fachärztliche Wissen weiterzugeben und die zeitnahe Versorgung der Patienten zu optimieren, arbeitet Dr. Sahl an Konzepten, um künftig verstärkt interessierte Kollegen auszubilden. Aktuelle Zahlen-Daten-Fakten zum Klinikum: Mit 1.428 Planbetten und rund 3.900 Mitarbeiter/-innen ist das Städtische Klinikum Braunschweig eines der größten Krankenhäuser in Niedersachsen. Es versorgt als Krankenhaus der Maximalversorgung die Region Braunschweig mit rund 1,2 Million Einwohnern.


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