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Betriebsausschuss berät über Wildnisflächen im Stadtforst

von Eva Sorembik


Werden demnächst Teile des Stadtforstes als Wildnisflächen ausgewiesen? Symbolfoto: Anke Donner
Werden demnächst Teile des Stadtforstes als Wildnisflächen ausgewiesen? Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

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06.12.2017

Goslar. Werden demnächst Flächen des Stadtforstes als Wildnisflächen ausgewiesen und wenn ja, wo und in welchem Ausmaß? Mit diesem Fragenkomplex befasst sich der Betriebsausschuss der Stadtforsten in seiner nächsten Sitzung am kommenden Mittwoch, 13. Dezember.


Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen hatte bereits im Juni beantragt, dass zehn Prozent der Flächen des Stadtforstes als Wildnisflächen ausgewiesen werden. Damit solle die Stadt ihren Anteil an der von der Bundesregierung verabschiedeten nationalen Strategie zur biologischen Vielfaltleisten.

Ziel der Strategie sei es großräumige, unzerschnittener Waldgebietezu erhalten und zunatürlichen und naturnahen Waldgesellschaften zu entwickeln. Dabei steheder besondere Schutz alter Waldstandorte sowie dieErhaltung und möglichst Vermehrung der Waldflächen mit traditionellen naturschutzfachlich bedeutsamen Nutzungsformen Fokus. Ferner gehe es um die Anpassung der Wälder an die Herausforderungen des Klimawandels zum Beispiel durch Anbau möglichst vielfältiger Mischbestände.

Bietet der Stadtforst Möglichkeitenfür Wildnisflächen?


Die Verwaltung hingegen schlägtvor zunächst zu ermitteln, welche Flächen sich als Wildnisflächen überhaupt eignen. Bevor entschieden werden könne, welche Flächen innerhalb der Stadtforst in welcher Größenordnung als Wildnisflächen geeignet sind, seieine diesbezügliche Bestandsaufnahme erforderlich. Um den finanziellen Aufwand hierfür gering zu halten, sollte dies gemeinsam mit der Datenerhebung für die nächste Forsteinrichtung erfolgen, so der Vorschlag der Stadtverwaltung. Bei den Auswahlkriterien für Wildnisflächen, die letztlich einen Bewirtschaftungs- und Nutzungsverzicht bedeuteten würden seinämlich unter anderem zu berücksichtigen, dass bei einer Flächenstilllegung die Tendenz zum Mischwald gefördert und nicht behindert werden sollten. Ohne aktive Eingriffe, wie der gezielten Einbringung von Laubhölzern würden langfristig auf den Wildnisflächen Fichten vorherrschen, da deren Naturverjüngungspotential in Goslar am höchsten sei, erläutert die Stadt in der Beschlussvorlage.

In einem Wald wie dem Stadtforst Goslar, mit seinem sehr hohen Fichtenanteil, könne nur durch aktives Handeln ein Waldumbau in Richtung Mischwald mit deutlich höherem Buchen- und Bergahornanteil in absehbaren Zeiträumen gelingen, so der Standpunkt der Verwaltung. Darüber hinaus seieine Stilllegung von ungeeigneten Waldflächen bestandesgefährdend für diese und die angrenzenden Waldbestände. Daraus folge nach Einschätzung der Stadt, dass voraussichtlich fachlich geeignete Wildnisflächen kaum in einer Größenordnung von zehn Prozentin der Stadtforst zu finden sein werden.




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